Insolvenz

MV Werften: Transfergesellschaften können zum 1. März starten

11.02.2022, Mecklenburg-Vorpommern, Stralsund: Ein Schiffbauer beobachtet die Kundgebung vor der insolventen MV Werften bei der eine schnelle Klärung über die Zukunft der betroffenen Beschäftigten gefordert wird. Die Gewerkschaft IG Metall hat ein Signal von Bund und Land gefordert, dass die Finanzierung der Transfergesellschaft für die ersten vier Monate und möglichst auch darüber hinaus abgesichert wird. Zum 01.03.2022 wechseln die Werftmitarbeiter in die Transfergesellschaften. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

11.02.2022, Mecklenburg-Vorpommern, Stralsund: Ein Schiffbauer beobachtet die Kundgebung vor der insolventen MV Werften bei der eine schnelle Klärung über die Zukunft der betroffenen Beschäftigten gefordert wird. Die Gewerkschaft IG Metall hat ein Signal von Bund und Land gefordert, dass die Finanzierung der Transfergesellschaft für die ersten vier Monate und möglichst auch darüber hinaus abgesichert wird. Zum 01.03.2022 wechseln die Werftmitarbeiter in die Transfergesellschaften. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Schwerin. Die Transfergesellschaften für die Beschäftigten der insolventen MV Werften können zum 1. März starten. Das Kabinett habe am Dienstag grünes Licht für die Finanzierung gegeben, sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer nach der Kabinettssitzung. Damit können 1834 Beschäftigte der Standorte in Wismar, Rostock-Warnemünde und Stralsund sowie 105 Mitarbeiter der MV Werften Fertigmodule in Wismar in die Transfergesellschaft Küste wechseln.

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Vorgesehen sei eine viermonatige Laufzeit der Transfergesellschaft. Es sollen bis zu 20,4 Millionen Euro aus dem MV-Schutzfonds in Form von Darlehen bereitgestellt werden, sagte Meyer. Damit würden vor allem stabilisierende Maßnahmen für Unternehmen und Arbeitsmarkt unterstützt. Konkret gehe es um Beiträge zur Sozialversicherung und die Bezahlung an Sonn- und Feiertagen. „Das ist durch das Transfer-Kurzarbeitergeld von der Agentur für Arbeit nicht abgedeckt“, sagte Meyer.

Zusicherungen vom Bund

Aufgabe der Gesellschaften sei die Qualifizierung und Vermittlung der Beschäftigten in den ersten Arbeitsmarkt. „Uns ist wichtig, dass an allen Werftstandorten perspektivisch wieder zukunftsfähige Unternehmensansiedlungen der maritimen Industrie zur Sicherung und zum Erhalt dieses industriellen Kernes erfolgen können. Dazu brauchen wir die Fachkräfte“, betonte der SPD-Politiker.

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Die MV Werften hatten am 10. Januar Insolvenz angemeldet. Als Ursache gelten Finanzschwierigkeiten des Hongkonger Mutterkonzerns Genting infolge der Corona-Krise und den Schwierigkeiten der Kreuzfahrtindustrie. Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte bei seinem Besuch der Werft in Wismar in der vergangenen Woche gesagt, dass die Werften mit der Hilfe des Bundes rechnen können. Voraussetzungen seien die Erschließung neuer Geschäftsfelder und die Vorlage tragfähiger Konzepte.

RND/dpa

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