Verhaftungen in Deutschland und der Schweiz

Mutmaßliches IS-Mitglied in Rheinland-Pfalz festgenommen

IS-Kämpfer stehen mit der Flagge des Islamischen Staates (IS) an der syrisch-türkischen Grenze.

IS-Kämpfer stehen mit der Flagge des Islamischen Staates (IS) an der syrisch-türkischen Grenze. (Symbolbild)

Karlsruhe. Die Bundesanwaltschaft hat in der rheinland-pfälzischen Gemeinde Römerberg einen mutmaßlichen Unterstützer der Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) festnehmen lassen. Er soll Propaganda der Terrormiliz ins Deutsche übersetzt und hierzulande über den Messenger-Dienst Telegram verbreitet haben. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe verdächtigt den Deutschen nach Angaben vom Dienstag, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet zu haben und Mitglied in einer terroristischen Vereinigung im Ausland zu sein. Er kam in Untersuchungshaft.

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Gleichzeitig seien in der Schweiz drei weitere Beschuldigte durch die Schweizer Bundesanwaltschaft und die Jugendanwaltschaft Winterthur festgenommen worden, teilten die deutschen Ermittler mit.

Telefonische Befragung durch IS-Verantwortliche

Dem in Rheinland-Pfalz festgenommenen Aleem N. werde die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat sowie die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland vorgeworfen, heißt es in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ). Zudem habe N. versucht, sich in Syrien vom IS militärisch ausbilden zu lassen, und habe dann an Kampfhandlungen oder terroristischen Anschlägen mitwirken wollen. Jedoch scheiterte die Einreise in die IS-Gebiete den Angaben nach zweimal. Daher habe der Mann von Deutschland aus agiert.

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Der Islamische Staat sorgte lange Zeit für Angst und Schrecken in Syrien. Hier ein Foto aus der Stadt Raqqa im Jahr 2014. Sie war zu der Zeit eine Hochburg des IS.

Der Islamische Staat sorgte lange Zeit für Angst und Schrecken in Syrien. Hier ein Foto aus der Stadt Raqqa im Jahr 2014. Sie war zu der Zeit eine Hochburg des IS.

Im Spätherbst 2021 habe er sich einer telefonischen Befragung durch IS-Verantwortliche unterzogen, bei der seine Zuverlässigkeit überprüft werden sollte. „Seine Aufgabe bestand vor allem darin, offizielle Texte, Videos oder Audiobotschaften des IS aus dem Arabischen ins Deutsche zu übersetzen und auf verschiedenen Kanälen des Messenger-Dienstes Telegram im deutschsprachigen Raum zu verbreiten“, hieß es weiter. Der IS betrachte dies als gleichwertig mit der unmittelbaren Beteiligung am gewaltsamen Dschihad.

RND/dpa

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