Mutmaßlicher Attentäter soll Kirgise sein

Der Angreifer steht mit einer Waffe in den Händen vor dem Reina Nachtclub in Istanbul. Er soll nach Medienberichten aus Kirgistan stammen.

Der Angreifer steht mit einer Waffe in den Händen vor dem Reina Nachtclub in Istanbul. Er soll nach Medienberichten aus Kirgistan stammen.

Istanbul. Nachbarn sollen den Mann auf Fahndungsfotos erkannt und der Polizei wichtige Informationen zum mutmaßlichen Täter gegeben haben, berichtet die italienische Zeitung "Corriere della Sera" unter Berufung auf türkische Medien. Bei dem Mann, der am Silvesterabend im Istanbuler Nachtclub "Reina" 39 Menschen in den Tod riss, soll es sich um einen 28 Jahre alten Kirgisen handeln. Am Tatort fanden die türkischen Behörden Fingerabdrücke des Verdächtigen.

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Täter lebte zwei Monate in der Türkei

Der 28-jährige Iakhe Mashrapov soll am 20. November nach Ankara geflogen sein, vermutlich in Begleitung seiner Frau und seinen zwei Kindern. Von dort sei er nach Koya in Anatolien und später nach Istanbul weitergereist. Nachbarn, die neben dem Kirgisen und seiner Familie wohnten, erkannten ihn auf den Fahndungsfotos.

Laut „Corriere della Sera“ kann nicht ausgeschlossen werden, dass Mashrapov in Syrien gekämpft habe – auch wenn sein Name nicht in eine Liste der ausländischen Kämpfer geführt werde. Seine Vorgehensweise und seine Professionalität im Umgang mit der Waffe wiesen auf eine militärische Ausbildung hin, schrieb die Zeitung. Augenzeugen zufolge soll der Attentäter Menschen gezielt in den Kopf geschossen haben, wie die Zeitung „Hürriyet Daily News“ berichtete. Anschließend habe er sich umgezogen, seine Waffe gereinigt und während der Panik den Club verlassen.

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Frau des mutmaßlichen Attentäters festgenommen

Der IS hatte in einem Bekennerschreiben außerdem erklärt, ein „wertvoller Soldat des Kalifats“ habe den Angriff verübt. Die Echtheit des Schreibens ließ sich zunächst nicht überprüfen.

Nach Angaben der „Corriere della Sera“ haben die türkischen Behörden bisher zwölf Personen verhaftet, darunter auch die Ehefrau Mashrapovs. Sie soll nichts von den Plänen ihres Mannes gewusst haben, berichteten türkische Medien.

Möglicherweise seien unter den Festgenommenen auch andere Komplizen des Kirgisen. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu hatte zuvor acht Festnahmen in Istanbul im Zusammenhang mit dem Terroranschlag gemeldet. Der Täter war aber nicht darunter.

Von RND/abr/dpa

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