Mögliche Koalitionen nach der Landtagswahl in Bayern

Wer kann mit wem? Was ist wahrscheinlich?­ Diese Bündnisse für die nächste Legislaturperiode sind möglich.

Wer kann mit wem? Was ist wahrscheinlich?­ Diese Bündnisse für die nächste Legislaturperiode sind möglich.

Berlin. Die Umfragen vor der Landtagswahl 2018 haben sechs Parteien eine realistische Chance eingeräumt, in den bayerischen Landtag einzuziehen. Aber welche Koalitionen sind möglich? Unsere Grafik gibt Antworten.

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Koalition nach der Landtagswahl 2018 in Bayern: Alle Möglichkeiten

Langfristig betrachtet sind es vor allem sechs Parteien, die voraussichtlich in den bayerischen Landtag einziehen. Nach der Landtagswahl in Bayern kommen demnach insbesondere folgende Parteien für eine Koalition in Frage:

•CSU (Christlich-Soziale Union)

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•SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands)

•Bündnis 90/ die Grünen

•FDP (Freie Demokratische Partei)

•Freie Wähler

•AfD (Alternative für Deutschland)

Wer schafft die 5%-Hürde bei der Landtagswahl 2018 wahrscheinlich nicht?

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Ziemlich sicher im bayerischen Landtag vertreten sind die CSU, die Grünen und die SPD. Schlecht sieht es bei folgenden Parteien aus:

•ÖDP (Ökologisch-Demokratische Partei)

•Die Linke

•Die Bayernpartei

•Die Piratenpartei

Diese vier Parteien werden die Fünf-Prozent-Hürde vermutlich nicht überschreiten und demnach nicht in den Landtag einziehen.

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Koalition mit der AfD nach der Landtagswahl 2018?

Tatsächlich dürfte das Wahlergebnis der AfD besonders interessant werden. Einerseits sind sie vermutlich der Grund dafür, dass die CSU in diesem Jahr historisch schlechte Umfragewerte verkraften muss, andererseits zieht die Partei mit großer Wahrscheinlichkeit erstmals in den Landtag ein. Laut Prognosen ist ein zweistelliges Ergebnis möglich, welches die AfD zur zweitstärksten Kraft im Landtag hinter der CSU machen könnte.

In jedem Fall wird das Ergebnis der AfD maßgeblichen Einfluss darauf haben, wie sich die zukünftige Politik von Söder und der CSU in Bayern gestaltet. Auch eine Koalition zwischen CSU und AfD wäre zumindest rein theoretisch möglich, spielt in den Überlegungen der Parteien bis dato aber keine Rolle.

Mögliche Koalitionen nach der Landtagswahl 2018 in Bayern

Geht es nach den bisherigen Prognosen, kann die CSU sich ihre Koalitionspartner nicht mehr nach Belieben aussuchen. Recht unwahrscheinlich wäre demnach eine Zwei-Parteien-Koalition mit der FDP oder den Freien Wählern.

So könnten die möglichen Koalitionen aussehen:

•CSU und SPD

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•CSU und AfD

•CSU und Grüne

•CSU und Freie Wähler

•Dreierbündnis: CSU, FDP und Freie Wähler

•Regenbogen-Koalition: SPD, Grüne, FDP

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Schwarz-gelbe Koalition nach der Landtagswahl in Bayern

Laut Umfragen kein sehr wahrscheinliches Szenario, wenn auch wünschenswert aus Sicht der CSU. Thematisch gäbe es zwischen FDP und CSU einige Überschneidungen, in Bereichen wie dem Polizeiaufgabengesetz herrschen hingegen Differenzen.

Koalition zwischen FDP, FW und CSU für Bayern

Das Dreierbündnis zwischen FDP, Freien Wählern und CSU wäre eine Notlösung, die nur dann angestrebt würde, wenn zwei Parteien nicht ausreichen. Absprachen würden in der Dreierrunde vermutlich mit vielen Diskussionen einhergehen, darüber hinaus fehlt sowohl der FDP als auch den Freien Wählern Regierungserfahrung.

Regenbogen-Koalition nach Landtagswahl 2018

Laut Umfragen scheint erstmals sogar ein Bündnis gegen die CSU möglich, wenn SPD, Grüne und FDP sich auf eine gemeinsame Koalition einigen.

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Schwarz-grüne Koalition nach der bayerischen Landtagswahl

Spannend wäre ein Bündnis zwischen den Grünen und der CSU. Zwar gibt es auf beiden Seiten eine gemeinsame Basis, andererseits aber auch zahlreiche Vorbehalte, Hürden und Differenzen. Inhaltlich müsste man in vielen Bereichen aufeinander zugehen, etwa bei der Zuwanderung oder der Landwirtschafts- und Verkehrspolitik.

Koalitionsrechner für die Landtagswahl 2018 in Bayern

Bislang regierte die CSU Bayern mit absoluter Mehrheit. Aber wie sieht das nach der Landtagswahl aus? Wie stehen die Chancen der Parteien, mit anderen zu koalieren? Und reicht für eine absolute Mehrheit im Parlament ein Zweier-Bündnis oder muss sogar ein Dreier-Bündnis her? All diese Fragen beantwortet der Koalitionsrechner am Wahlabend ab 18 Uhr auf Grundlage von Prognosen und Hochrechnungen.

Sie können die Parteien beliebig kombinieren und so sehen, wie viele Stimmen sie zusammen haben. Reicht es zum Beispiel für Schwarz-Grün oder Schwarz-Rot? Wie stehen die Chancen der CSU auf ein Bündnis mit den Freien Wählern und/oder der FDP? Für die absolute Mehrheit jedenfalls sind 91 Sitze nötig.

Allerdings zeigt der Koalitionsrechner nur die theoretisch möglichen Koalitionen. Nach der Wahl gilt es für die Parteien in Sondierungs- und Koalitionsgesprächen herauszufinden, ob sie auch inhaltlich genügend Gemeinsamkeiten für ein Bündnis finden und generell zusammenarbeiten wollen. Dieser Prozess kann sich auch schon mal über Wochen hinziehen, wie etwa die vergangene Bundestagswahl gezeigt hat.

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Von Andreas Niesmann und Dieter Wonka/RND

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