Neue Welle der Gewalt in Nahost

Militante Palästinenser im Gazastreifen feuern Raketen auf Israel ab

Das israelische Raketenabwehrsystem „Iron Dome" fängt aus dem Gaza-Streifen abgefeuerte Geschosse ab.

Das israelische Raketenabwehrsystem „Iron Dome" fängt aus dem Gaza-Streifen abgefeuerte Geschosse ab.

Tel Aviv/Gaza. Militante Palästinenser im Gazastreifen haben in der Nacht zum Donnerstag erneut mehrere Raketen auf das israelische Grenzgebiet abgefeuert. Zweimal ertönten die Sirenen im südlichen Teil des Landes, wie die israelische Armee auf Twitter mitteilte. Bei dem zweiten Angriff seien vier Raketen aus dem Gazastreifen abgefeuert worden. Diese seien aber von dem Raketenabwehrsystem Iron Dome abgefangen worden, hieß es.

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Wenige Stunden zuvor hatten militante Palästinenser bereits eine erste Rakete abgefeuert. Die israelische Armee teilte mit, in der Stadt Sderot hätten Warnsirenen geheult. Es sei ein Geschoss identifiziert worden.

Verletzte nach Zusammenstößen auf dem Tempelberg

Nach Angaben der Polizei warf eine Gruppe maskierter Palästinenser Steine in Richtung der jüdischen Gebetsstätte an der Klagemauer.

Als Antwort auf den ersten Angriff hat die israelische Armee nach eigenen Angaben einen unterirdischen Komplex im Gazastreifen beschossen, der für den Bau von Raketentriebwerken genutzt werde. Dies werde die Fähigkeit der Palästinenser einschränken, Raketen herzustellen. „Wir machen die Hamas für alle terroristischen Aktivitäten aus dem Gazastreifen verantwortlich“, schrieb die Armee auf Twitter.

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Zuvor hatten israelische Polizeikräfte in Jerusalem einen umstrittenen Flaggenmarsch nationalistischer Israelis gestoppt. Militante Palästinenserorganisationen im Gazastreifen hatten im Vorfeld scharfe Warnungen gegen den Marsch ausgesprochen. Man habe „den Finger am Abzug“, hieß es in einer gemeinsamen Stellungnahme.

Hamas droht: „Wir befinden uns erst zu Beginn des Kampfes“

Der Chef der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas, Ismail Hanija, hat Israel mit einer Ausweitung des Konflikts um den Tempelberg gedroht. „Wir befinden uns erst zu Beginn des Kampfes“, sagte Hanija am Donnerstag nach Angaben der palästinensischen Nachrichtenagentur Maan. „So wie wir den sogenannten Flaggenmarsch besiegt haben, werden wir auch die Politik des Eindringens (auf dem Tempelberg) besiegen.“ Israels Vorgehen werde sich „auf alle strategischen Dimensionen“ des Konflikts auswirken, warnte er.

Die Lage in Jerusalem war zuletzt wieder extrem angespannt. In den vergangenen Tagen war es auf dem Tempelberg (Al-Haram al-Scharif) zu Zusammenstößen von Palästinensern mit israelischen Sicherheitskräften gekommen. Dabei gab es zahlreiche Verletzte. Die Auseinandersetzungen verschärften die Spannungen nach einer Terrorwelle in den vergangenen Wochen weiter.

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Der Tempelberg mit dem Felsendom und der Al-Aksa-Moschee ist die drittheiligste Stätte im Islam. Sie ist aber auch Juden heilig, weil dort früher zwei jüdische Tempel standen. Die Anlage steht unter muslimischer Verwaltung, während Israel für die Sicherheit zuständig ist. Die Palästinenser werfen Israel vor, es wolle seine Kontrolle der heiligen Stätte ausweiten.

Israel betont dagegen, es wolle die Freiheit aller Religionen gewährleisten. Der muslimische Fastenmonat Ramadan fiel in diesem Jahr mit Ostern und dem jüdischen Pessachfest zusammen. Laut einer Vereinbarung mit den muslimischen Behörden dürfen Juden die Anlage besuchen, dort aber nicht beten. Dagegen wird aber immer wieder verstoßen.

Am Montag hatten militante Palästinenser im Gazastreifen erstmals seit Jahresbeginn wieder eine Rakete auf das israelische Grenzgebiet abgefeuert. Das Geschoss wurde von der Raketenabwehr abgefangen. Israels Luftwaffe griff in der Nacht zum Dienstag als Reaktion ein Ziel der im Gazastreifen herrschenden islamistischen Hamas an.

RND/dpa

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