Landgrenze von insgesamt 186 Kilometer

Polen stellt 125 Kilometer Befestigung an Grenze zu Belarus fertig

Ein polnischer Soldat patrouilliert an der polnisch-belarussischen Grenze (Symbolfoto)

Ein polnischer Soldat patrouilliert an der polnisch-belarussischen Grenze (Symbolfoto)

Warschau. Polen hat nach Angaben des Grenzschutzes bislang 125 Kilometer seiner Grenze zu Belarus mit einer dauerhaften Barriere befestigt. Die Bauarbeiten an den verbliebenen Abschnitten würden voraussichtlich Ende Juni abgeschlossen sein, teilte die Behörde am Freitag per Twitter mit.

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Die polnisch-belarussische Grenze ist 418 Kilometer lang, davon verlaufen 186 Kilometer über Land, der Rest durch Seen und Flüsse. Im vergangenen Spätsommer und Herbst war die Situation dort eskaliert: Tausende von Menschen versuchten, illegal in die EU zu gelangen. Die Europäische Union beschuldigt den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko, in organisierter Form Migranten aus Krisenregionen an die EU-Außengrenze zu bringen, um Druck auf den Westen auszuüben.

Zahl der Grenzüberquerungen wieder gestiegen

Mit den wärmeren Temperaturen ist zuletzt die Zahl der versuchten illegalen Grenzüberquerungen erneut gestiegen. Am Donnerstag versuchten nach Angaben der Grenzschützer 20 Menschen aus Algerien, von Belarus aus nach Polen zu gelangen.

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Auf den Landabschnitten der Grenze hatten Soldaten bereits Ende August einen provisorischen Zaun errichtet. Dabei handelt es sich um einen Stacheldrahtverhau von etwa 2,50 Metern Höhe. Dieser wird seit Ende Januar von einem Zaun von 5,5 Metern Höhe ersetzt, der mit Bewegungsmeldern und Kameras ausgerüstet ist. Für das Projekt ist ein Etat von umgerechnet 366 Millionen Euro vorgesehen.

Sperrzone eingerichtet

Bis Ende Juni gilt derzeit die Verordnung von Innenminister Mariusz Kaminski, wonach ein drei Kilometer breiter Streifen entlang der Grenze Sperrzone ist. Sie darf von Ortsfremden, Helfern und Journalisten nicht betreten werden. Eine Verlängerung werde derzeit geprüft, sagte ein Ministeriumssprecher der Zeitung „Rzeczpospolita“.

RND/dpa

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