Mehr als eine Million Beschäftigte in Deutschland sind 67 Jahre oder älter
:format(webp)/cloudfront-eu-central-1.images.arcpublishing.com/madsack/U5O5ASRKZFBOTFT6LQLM5XXZOQ.jpg)
Nicht genug Geld zum Leben: 2020 haben mehr als eine Million Menschen über 67 Jahren noch in einem Job gearbeitet.
© Quelle: dpa
Berlin. Immer mehr Ältere in Deutschland gehen einer Beschäftigung nach. So waren im vergangenen Jahr 1,04 Millionen Beschäftigte 67 Jahre oder älter. Fast 600.000 hatten noch im Alter ab 70 einen regelmäßigen Job. Das zeigt die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.
Bereits seit Jahren stellen Arbeitsmarktforscher fest, dass die Beschäftigtenquoten der Älteren steigen. Einerseits wird das darauf zurückgeführt, dass sich viele im Rentenalter noch fit fühlen und arbeiten möchten. Andererseits sind viele Menschen aber wohl auch auf zusätzliche Einkünfte angewiesen.
Frauen bekommen deutlich weniger Rente als Männer
Frauen bekommen dabei deutlich weniger Rente als Männer: Laut neuen Zahlen der Bundesregierung liegt die durchschnittlich überwiesene gesetzliche Rente derzeit bei unter 1000 Euro, nämlich bei genau 982 Euro im Monat. Frauen bekommen dabei im Schnitt 425 Euro pro Monat weniger ausgezahlt als Männer. Das geht aus einer Antwort des Bundessozialministeriums aus Dezember 2020 auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor. Nicht einberechnet sind dabei unter anderem weitere Alterseinkommen.
Damit sind die Geschlechterunterschiede bei den Altersbezügen sogar noch größer als beim Verdienst, kritisiert Linksfraktionschef Dietmar Bartsch. „Wir haben nicht nur eine Lohn-, sondern auch eine riesige Rentenlücke zwischen Frauen und Männer“, sagte Bartsch dem RND. Laut den Angaben beträgt der Unterschied etwa 35 Prozent.
RND/dpa