Maas verneigt sich vor Opfern des Überfalls auf die Sowjetunion

Heiko Maas (SPD), Bundesaußenminister.

Heiko Maas (SPD), Bundesaußenminister.

Berlin. Knapp 80 Jahre nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg hat der Bundestag der vielen Millionen Opfer gedacht. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) sagte, Nazi-Deutschland habe die „Versklavung und Auslöschung ganzer Staaten und Völker“ nicht nur in Kauf genommen, sondern zum Kriegsziel erklärt.

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„Fassungslos blicken wir auf diesen Teil unserer Geschichte, auf den Rassenwahn, auf die völlige moralische Enthemmung, die auch gerade im Ostfeldzug ihren fürchterlichen Ausdruck genommen haben.“ Er verneige sich „voll Trauer und Scham“ vor den Opfern.

„Für diese Aussöhnung darf es niemals einen Schlussstrich geben“

Angesichts der Dimension dieser Verbrechen grenze es an ein Wunder, dass die mittel- und osteuropäischen Länder Deutschland die Hand zur Versöhnung gereicht haben, betonte der SPD-Politiker. „Für diese Aussöhnung darf es auch niemals einen Schlussstrich geben.“

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Der Außenminister schlug in seiner Rede aber auch den Bogen in die Gegenwart. Zu einem bewussten Umgang mit der Geschichte gehöre, dass man das Völkerrecht über das Recht des Stärkeren stelle und für die universelle Geltung der Menschenrechte eintrete.

„Klare Haltung zur völkerrechtswidrigen Annexion der Krim“

Deshalb reagiere die Europäische Union auf Verstöße gegen diese Prinzipien in Russland und Belarus auch mit Sanktionen, betonte Maas. „Und deshalb bleibt es bei unserer klaren Haltung zur völkerrechtswidrigen Annexion der Krim und zur territorialen Integrität der Ukraine.“ Die ukrainische Krim war 2014 von Russland vereinnahmt worden.

Am 22. Juni jährt sich der Überfall der Wehrmacht auf die Sowjetunion zum 80. Mal. Historiker schätzen die Zahl der Opfer auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion auf etwa 27 Millionen. Neben Russland waren Belarus und die Ukraine besonders stark von dem Vernichtungsfeldzug betroffen.

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RND/dpa

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