„Keine Zugeständnisse an den Aggressor"

Luhansk-Gouverneur: Kein Handel mit ukrainischen Gebieten – aber Deutschland könnte Bayern abgeben

Angehörige einer prorussischen Miliz sitzen in der Luhansker Stadt Sjewjerodonezk. (Symbolbild)

Angehörige einer prorussischen Miliz sitzen in der Luhansker Stadt Sjewjerodonezk. (Symbolbild)

Irpin. Der Gouverneur der Region Luhansk im ukrainischen Donbass hat eine rote Linie für den Besuch europäischer Staats- und Regierungschefs in Kiew gezeichnet. Dieser werde nichts bringen, falls sich die Europäer für einen Friedensvertrag mit Russland einsetzten, der die Aufgabe von Territorium beinhalte.

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Dies sei etwas, das die Ukrainer niemals akzeptieren würden, erklärte Serhij Hajdaj am Donnerstag. Bundeskanzler Olaf Scholz, der französische Präsident Emmanuel Macron und der italienische Ministerpräsident Mario Draghi waren am Morgen mit einem Sonderzug zu einem Solidaritätsbesuch eingetroffen, der sie auch in den Kiewer Vorort Irpin führte, wo Macron von Anzeichen für Kriegsverbrechen nach „Massakern“ durch russische Streitkräfte sprach.

Ukraine-Reise: Bundeskanzler Scholz mit Macron und Draghi in Kiew

Die drei Staatschefs besuchen neben Kiew auch den Vorort Irpin, wo mehrere Kriegsverbrechen von Russland begangen wurden. 300 Zivilisten wurden hingerichtet.

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Hajdaj erklärte: „Ich bin sicher, dass unser Präsident Wolodymyr Selenskyj keine Zugeständnisse machen und mit unseren Territorien Handel treiben wird. Wenn jemand Russland aufhalten will, indem er ihnen Gebiete gibt, hat Deutschland Bayern, hat Italien die Toskana, die Franzosen können zum Beispiel die Provence abtreten“, sagte er.

„Hören Sie zu, das ist Russland. Das sind wilde Menschen. Heute wird es ein Territorium sein, morgen ein anderes, den Tag danach ein anderes“, sagte er. „Viele Helden der Ukraine starben, während sie das Land als Ganzes beschützten. Niemand wird uns vergeben, wenn Menschen sterben, aber wir Zugeständnisse an den Aggressor machen.“

RND/AP

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