Nach dem Parteitag in Erfurt

Linken-Fraktionschefin Mohamed Ali: „Brauchen eine Strategie für Rückgewinnung von Nichtwählern“

Amira Mohamed Ali, Co-Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, bei ihrer Rede auf dem Erfurter Parteitag.

Amira Mohamed Ali, Co-Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, bei ihrer Rede auf dem Erfurter Parteitag.

Erfurt. Auf dem Parteitag der Linken an diesem Wochenende in Erfurt sind die Politikwissenschaftler Janine Wissler und Martin Schirdewan von rund 550 Delegierten als neue Parteivorsitzende gewählt worden. Wie sie die Wahl einschätzt und was auf die neue Doppelspitze jetzt zukommt, darüber sprach das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) zum Abschluss des Parteitags mit der Co-Fraktionsvorsitzenden der Linken im Bundestag, Amira Mohamed Ali.

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Sind Sie als Fraktionschefin zufrieden mit der neuen Doppelspitze, sind das die richtigen Leute für einen Neuanfang?

Der Parteitag als höchstes Gremium hat entschieden und ich gratuliere Janine und Martin zur Wahl und wünsche ihnen für die anstehenden Herausforderungen alles Gute. Ich gehe davon aus, dass die neuen Vorsitzenden mit der Fraktionsführung gut zusammenarbeiten werden, es geht hier um unsere gemeinsame Partei.

Janine Wissler und Martin Schirdewan sind das neue Führungsduo der Linken.

Janine Wissler und Martin Schirdewan sind das neue Führungsduo der Linken.

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Es war intern zu hören, dass eigentlich die niedersächsische Abgeordnete Heidi Reichinnek die Favoritin der Fraktionsführung für den weiblichen Part der Doppelspitze war?

Ich finde es gut, dass es nach vielen Jahren wieder ein Angebot an Kandidaturen gab, das war lange nicht der Fall. Es ist immer zu begrüßen, wenn Alternativen zur Wahl stehen.

Was muss das neue Führungsduo aus Ihrer Sicht als Erstes angehen?

Auf die Vorsitzenden wird in den kommenden Wochen sehr viel zukommen, wir leben ja gerade in herausfordernden Zeiten. Ein Punkt, an den ich dabei vor allem denke, ist die Rückgewinnung von Nichtwählern. Es braucht dringend eine Strategie, wie wir die vielen Menschen wieder erreichen können, die nicht mehr zur Wahl gehen.

Hat der Parteitag alle Möglichkeiten ausgeschöpft, damit die Linke aus ihrer Existenzkrise herauskommt?

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Das kann man heute sicherlich noch nicht abschließend beurteilen. Es wurden neue Leute in den Vorstand gewählt, diese müssen jetzt auch die Gelegenheit haben, in ihren neuen Funktionen anzukommen. Das wird man daher erst in den nächsten Monaten einschätzen können.

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