Kim droht mit Überraschungsangriff auf US-Festland

Am Freitag testete Nordkorea eine ballistische Interkontinentalrakete.

Am Freitag testete Nordkorea eine ballistische Interkontinentalrakete.

Pjöngjang. Nordkorea hat nach dem jüngsten Test einer ballistischen Interkontinentalrakete den USA mit einem Überraschungsangriff gedroht. Der Abschuss zeige, dass das Land die Fähigkeit habe die Raketen auch jederzeit auf das gesamte US-Festland zu schießen, sagte Machthaber Kim Jong Un laut der zentralen staatlichen Nachrichtenagentur Nordkoreas (KCNA) am Samstag. Der Test sei eine "ernste Warnung" an die USA, die mit Kriegsdrohungen und härteren Sanktionen "sinnlos" provozierten, so Kim. Er sei mit dem Test sehr zufrieden gewesen, meldete die KCNA.

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Das Land bestätigte damit den Raketentest, der zuvor vom Pentagon, Japan und Südkorea vermutet wurde. Nach KCNA-Angaben erreichte die Rakete eine Höhe von 3725 Kilometern und flog 998 Kilometer weit bevor sie in der Nähe Japans ins Meer stürzte. Die Daten Nordkoreas entsprachen zum großen Teil den Aufzeichnungen Südkoreas, Japans und den USA. Analysten sagten, die Daten legten nahe, dass nun auch das US-Festland in Reichweite der nordkoreanischen Raketen läge.

Der Test sei eine „ernste Warnung“ an die USA, die mit Kriegsdrohungen und härteren Sanktionen „sinnlos“ provozierten, so Kim.

Der Test sei eine „ernste Warnung“ an die USA, die mit Kriegsdrohungen und härteren Sanktionen „sinnlos“ provozierten, so Kim.

„Nationen sollten eine starke Haltung gegen Nordkorea einnehmen“

US-Außenminister Rex Tillerson sagte, Washington würde ein Nordkorea mit Nuklearwaffen nie akzeptieren. „Alle Nationen sollten eine starke Haltung gegen Nordkorea einnehmen, indem UN-Sanktionen eingehalten und verstärkt werden“, sagte Tillerson. China und Russland würden eine besondere Verantwortung tragen. Die USA hätten die friedliche Entnuklearisierung der Koreanischen Halbinsel als Ziel, so Tillerson.

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Der japanische Außenminister kündigte an, eng mit Südkorea und den USA zusammenarbeiten zu wollen, um eine neue Resolution des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen zu erreichen, die die Maßnahmen gegen Nordkorea verschärfen. Er und Tillerson hätten sich bei einem Telefonat darauf verständigt, dass Nordkoreas Provokationen nicht tolerierbar seien, sagte Fumio Kishida. Er habe außerdem zugestimmt, einen Appell an China und Russland zu richten. Tillerson sprach zudem mit dem südkoreanischen Außenminister.

Trump verurteilt Raketenabschuss

Nach dem Test der ballistischen Rakete hielten die USA und Südkorea eine gemeinsame Militärübung ab. Dieses solle die Konter-Fähigkeiten der Truppen und der Übungsanlagen zeigen, teilte die 8. US-Armee am Samstag mit. Bei dem Manöver seien das US-Kurzstreckenraketensystem Army Tactical Missile System (ATACMS) und Raketen des südkoreanischen Systems Hyunmoo Missile II zum Einsatz gekommen.

US-Präsident Donald Trump verurteilte den Raketenabschuss. Die Tests würden Nordkorea noch weiter isolieren und dessen Wirtschaft und Bevölkerung schaden, sagte Trump. Die USA würden alle nötigen Schritte gehen, um das Heimatland und US-Verbündete zu schützen. Das Handeln Pjöngjangs sei "rücksichtlos und gefährlich", so Trump.

Von RND/ap

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