Konsens nur schwer vorstellbar

Keine gemeinsame Abschlusserklärung bei Treffen der G20-Finanzminister – wegen Russland

Das Bild zeigt einige Vertreter der G20-Staaten bei einem Treffen im Oktober vergangenen Jahres in Rom – damals noch mit Altkanzlerin Angela Merkel (CDU).

Das Bild zeigt einige Vertreter der G20-Staaten bei einem Treffen im Oktober vergangenen Jahres in Rom – damals noch mit Altkanzlerin Angela Merkel (CDU).

Berlin/Washington. Die Finanzminister der G20-Staaten verzichten bei ihrem anstehenden Treffen in Washington wegen des russischen Krieges in der Ukraine auf eine gemeinsame Abschlusserklärung. Es sei davon auszugehen, dass auch Vertreter Russlands an dem Treffen teilnehmen wollten. Daher sei eine gemeinsame Erklärung im Konsens schwer vorstellbar, hieß es am Dienstag aus Regierungskreisen in Berlin.

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Russland ist Mitglied der „Gruppe der 20“ der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer. Die Finanzminister wollen in Washington am Mittwoch unter anderem die Auswirkungen des russischen Angriffs in der Ukraine auf die Weltwirtschaft diskutieren. Es ist davon auszugehen, dass die meisten Staaten den Krieg scharf verurteilen werden.

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Zuvor war auch diskutiert worden, ob man an dem Treffen überhaupt teilnehmen sollte, wenn ein Vertreter Russlands dabei ist. Es habe darüber lange Gespräche auch im Kreis der G7 gegeben, wo Russland kein Mitglied ist, hieß es. Schließlich habe man aber entschieden, die wichtige multilaterale Zusammenarbeit nicht direkt oder indirekt von Russland sabotieren zu lassen.

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Zentrale Themen bei den Beratungen der G20-Finanzminister und des Internationalen Währungsfonds dürften die Bekämpfung der Inflation, die Entwicklung der Weltwirtschaft, der Kampf gegen die Corona-Pandemie und das Verhindern einer neuen Hungerkrise in ärmeren Ländern sein.

Die Tagung bringt Finanzminister, Zentralbanker, Beamte sowie Finanz- und Entwicklungsexperten aus aller Welt zusammen. Aus Deutschland nehmen unter anderem Finanzminister Christian Lindner (FDP), Bundesbankchef Joachim Nagel und Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) teil.

RND/dpa

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