Bitte an Gott für Frieden

Kardinal Woelki prangert „völkerrechtswidrigen Krieg“ Russlands an

Kardinal Rainer Maria Woelki hat den „völkerrechtswidrigen Krieg, der von Russland ausgegangen ist“, angeprangert.

Kardinal Rainer Maria Woelki hat den „völkerrechtswidrigen Krieg, der von Russland ausgegangen ist“, angeprangert.

Köln. Kardinal Rainer Maria Woelki hat im Kölner Dom den „völkerrechtswidrigen Krieg, der von Russland ausgegangen ist“, angeprangert. „Es ist ein unvorstellbares Leid, das seit vier Wochen über die Menschen in der Ukraine und auch in Russland kommt“, sagte der Erzbischof am Freitag in einer Zeremonie mit einem Weihegebet für die Ukraine und Russland, zu dem Papst Franziskus aufgerufen hatte. Woelki formulierte die „große und innige Bitte, dass Gott möge Frieden schaffen“. Dies weitete er ausdrücklich auf das Erzbistum Köln aus, das ebenfalls Versöhnung nötig habe.

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Papst Franziskus hatte alle Bischöfe dazu aufgerufen, Russland und die Ukraine „an das Unbefleckte Herz Mariens“ zu weihen. Dieses altertümliche Ritual ist auch in der Kirche selbst nicht unumstritten. Nach Angaben des Münsteraner Dogmenhistorikers Michael Seewald geht es im Ursprung auf Berichte über Marienerscheinungen in Fatima in Portugal im Juli 1917 zurück.

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Eine Anweisung der sogenannten „Seherkinder“ von Fatima lautete, Russland dem „Unbefleckten Herzen Mariens“ zu weihen. Neu sei jetzt, dass sowohl Russland als auch die Ukraine geweiht werden sollten, sagte Seewald. Aber auch das sei nicht unproblematisch: „Man verfügt ja gleichsam über jemand anderen und übereignet diesen zwangsweise einer himmlischen Gestalt.“ Diese solle dafür dann segensreich auf die Welt der Menschen einwirken, in diesem Fall etwa friedensstiftend. „Das ist Ausdruck einer Hilflosigkeit“, sagte Seewald. „In dem Moment, in dem man politisch keine Möglichkeit zur Einflussnahme mehr sieht, wendet man sich an das Jenseits.“

RND/dpa

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