Jemen: Huthi-Rebellen erlauben wieder UN-Hilfsflüge nach Sanaa

Ein kleines Mädchen blickt hinter einer Mauer in einem Slum eines Kriegsgebiets von Sanaa hervor.

Ein kleines Mädchen blickt hinter einer Mauer in einem Slum eines Kriegsgebiets von Sanaa hervor.

Kairo. Die jemenitischen Huthi-Rebellen haben nach einer einwöchigen Sperre wieder UN-Hilfsflüge zum Flughafen der Hauptstadt Sanaa erlaubt. Das teilten sie am Dienstag mit. Die Unterbrechung war inmitten schwerer Luftangriffe der saudi-arabischen Militärkoalition auf Sanaa erfolgt; die die Hauptstadt und große Teile Nordjemens beherrschenden Huthis hatten den Flughafen als „technisch unbrauchbar“ bezeichnet, teilte damals das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen mit.

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Der Krieg im Jemen dauert seit 2014 an. Damals besetzten die schiitischen Huthis Sanaa und zwangen die international anerkannte Regierung ins Exil nach Saudi-Arabien. Die saudisch geführte Militärallianz trat 2015 in den Krieg ein, um die Rückkehr der international anerkannten Regierung zu erreichen.

Der Krieg hat für die Zivilbevölkerung nach UN-Angaben eine der weltweit derzeit größten humanitären Katastrophen zur Folge. Mehr als die Hälfte der 16,2 Millionen Menschen hungerten, 2,3 Millionen Kinder seien der Gefahr der Unterernährung ausgesetzt.

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Das Welternährungsprogramm hat angekündigt, im Januar seine Unterstützung für acht Millionen Menschen wegen Geldmangels zu reduzieren. Sie würden nur noch knapp die Hälfte dessen bekommen, was sie bisher erhielten. Fünf Millionen Menschen, die in unmittelbarer Gefahr seien, in Hungersnot-Bedingungen zu rutschen, würden weiterhin volle Rationen bekommen.

WFP-Regionaldirektorin Corinne Fleischer appellierte an Gebernationen, ihr Hilfe aufzustocken, „um diese drohende Hungerkatastrophe aufzuhalten“. Das WFP brauche 2022 1,97 Milliarden Dollar für seine Lebensmittelhilfe im Jemen.

RND/AP

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