Streit um Pazifik-Archipel der Südkurilen

Japan protestiert gegen Russlands Verhandlungs-Aufkündigung im Konflikt um Inseln

Japanischer Ministerpräsident Fumio Kishida (Archibild)

Tokio/Moskau. Japan hat gegen Russlands Aufkündigung der jahrelangen Verhandlungen mit Japan über den Territorialstreit um die Pazifik-Inselgruppe der Südkurilen scharf protestiert. „Russlands Verhalten ist in höchstem Grade unberechtigt und völlig inakzeptabel. Wir protestieren vehement“, sagte der japanische Ministerpräsident Fumio Kishida am Dienstag.

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Das Außenministerium in Moskau hatte den Schritt am Vortag als Reaktion auf „unfreundliche Schritte“ bezeichnet. Japan hatte sich den Sanktionen des Westens gegen Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine angeschlossen.

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Japan verlor Inseln nach dem Zweiten Weltkrieg

Russland annullierte auch eine Vereinbarung für visafreies Reisen von Japanern auf die Kurilen. Japan habe sich für einen antirussischen Kurs entschieden, hieß es in der Mitteilung des Ministeriums in Moskau. Das Verhältnis zwischen beiden Staaten wird seit Jahrzehnten durch den Streit um die Kurilen belastet.

Der Archipel liegt zwischen Russlands Halbinsel Kamtschatka und Japans Insel Hokkaido. Japan hatte die Inseln nach der Kapitulation im Zweiten Weltkrieg an die Sowjetunion verloren und erhebt Anspruch auf die vier südlichen Inseln. Russland lehnt dies als Rechtsnachfolger der Sowjetunion ab.

„Extremistisch“: Russland sperrt Facebook und Instagram

Russland blockiert die Social-Media-Plattformen Facebook und Instagram, WhatsApp soll nicht betroffen sein.

Streit verhindert seit langem Friedensvertrag

Der Streit verhindert seit langem den Abschluss eines Friedensvertrags zwischen Russland und Japan. Kremlchef Wladimir Putin hatte sich einst für gemeinsame wirtschaftliche Aktivitäten auch mit Japan auf den Kurilen ausgesprochen. Das sei nun passé, hieß es aus Moskau.

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RND/dpa

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