Iraner spähte Anschlagsziele in Deutschland aus

Am Kriminalgericht Moabit läuft der Prozess gegen einen 31-jährigen Agenten, dem Spionage für den Iran vorgeworfen wird.

Am Kriminalgericht Moabit läuft der Prozess gegen einen 31-jährigen Agenten, dem Spionage für den Iran vorgeworfen wird.

Berlin. Einem mutmaßlichen Spion des Iran wird ab Mittwoch vor dem Staatsschutzsenat des Berliner Kammergerichts der Prozess gemacht. Der 31-Jährige aus Pakistan soll ein Jahr lang in der Hauptstadt, in Bremen und anderen Orten spioniert und unter anderem den ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten und Wehrbeauftragten Reinhold Robbe ausgespäht haben. Robbe war damals Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG). Für den Angeklagten erklärte einer seiner beiden Verteidiger zu Prozessbeginn, der 31-Jährige werde „im Moment“ nichts sagen.

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Laut Anklage des Generalbundesanwalts soll der 31-Jährige für die Al-Quds-Spezialeinheit der iranischen Revolutionsgarden gearbeitet haben. Seine Tätigkeit sei darauf ausgerichtet gewesen, Ziele für mögliche Anschläge gegen israelische, israelfreundliche oder jüdische Einrichtungen und deren Repräsentanten auszuforschen. Auch eine Pariser Wirtschaftshochschule und einen dort tätigen Professor habe der 31-Jährige ausgespäht. Der Angeklagte soll im Jahr 2012 zum Studium nach Deutschland gekommen sein und zuletzt in Bremen gelebt haben.

Von RND/dpa

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