Iran droht mit Stopp des Atomabkommens

Irans Präsident richtete am Dienstag im Parlament eine Drohung an US-Präsident Donald Trump

Irans Präsident richtete am Dienstag im Parlament eine Drohung an US-Präsident Donald Trump

Teheran. Mit seiner konfrontativen Politik hat US-Präsident Donald Trump den Streit mit dem Iran weiter angeheizt. Nun warnte Präsident Hassan Ruhani Washington vor einer weiteren Verschärfung des bilateralen Konflikts. Sollten die USA weiterhin das Wiener Atomabkommen torpedieren wollen, könnte der Iran laut Präsident Hassan Ruhani sein Atomprogramm und somit die unbegrenzte Urananreicherung wieder aufnehmen. „Die neue Regierung in den USA sollte nur wissen, dass wir das nicht etwa innerhalb von Wochen und Monaten, sondern Tagen oder gar Stunden machen könnten“, sagte Ruhani am Dienstag im Parlament.

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Ruhani erklärte, das Atomabkommen von 2015 mit den fünf UN-Vetomächten, der EU sowie Deutschland stehe für Diplomatie und Frieden. Der Iran habe daher den Deal bis jetzt auch respektiert und umgesetzt. „Wir ziehen es vor, dies auch weiterhin zu tun, was aber nicht heißt, dass wir keine anderen Optionen haben“, warnte Ruhani.

Iran zeigt sich erzürnt über neue Sanktionen des Weißen Hauses

Die Drohung Ruhanis galt in erster Linie US-Präsident Donald Trump. Dieser ist gegen den Deal und versucht nach Angaben Teherans, das Abkommen mit neuen Sanktionen gegen den Iran platzen zu lassen. Der Pakt soll sicherstellen, dass die Islamische Republik ihre Atomtechnologie nur zu zivilen Zwecken einsetzt. Zudem muss das Land internationale Kontrollen zu den Nuklearanlagen zulassen. Im Gegenzug hebt der Westen seine Wirtschaftssanktionen auf.

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Die „gescheiterte Erfahrung von Sanktionen und Zwang“ habe frühere US-Regierungen an den Verhandlungstisch gebracht, sagte Ruhani in seiner Rede im iranischen Parlament. „Falls sie zu dieser Erfahrung zurückkehren wollen, werden wir noch viel stärker zu unserer früheren Situation zurückkehren“, warnte der 68-Jährige.

Von RND/dpa

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