Positive Entwicklungen

Irak-Experte: „Ich erlebe das Land als junge Demokratie“

Die irakische Hauptstadt Bagdad.

Die irakische Hauptstadt Bagdad.

Berlin. Das internationale Engagement im Irak zeigt nach Angaben des Länderbüro-Leiters der Konrad-Adenauer-Stiftung, Lucas Lamberty, positive Effekte. „Ich erlebe den Irak als junge Demokratie“, sagte Lamberty dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Berlin.

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Bei all den großen und vielfältigen Herausforderungen, die zweifelsohne weiterhin bestünden, gebe es auch positive Entwicklungen. Es habe sich eine Zivilgesellschaft entwickelt, die an vielen Stellen sehr aktiv sei. Auch die Meinungsfreiheit sei im regionalen Vergleich recht weitgehend. Nun sei es wichtig, das arabische Land weiter zu unterstützen, damit sich eine feste, stabile Demokratie entwickeln könne.

Bundestag entscheidet über weitere Beteiligung der Bundeswehr im Irak

Am kommenden Freitag entscheidet laut Tagesordnung der Bundestag über die weitere Beteiligung der Bundeswehr am internationalen Militäreinsatz gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) auf der arabischen Halbinsel mit maximal 500 deutsche Soldatinnen und Soldaten. Im Irak steht dabei die Ausbildung der dortigen Streitkräfte für den Anti-Terror-Kampf im Mittelpunkt. Die IS-Terrormiliz wurde 2017 von den Gebieten, die sie im Irak und in Syrien kontrolliert hat, vertrieben. Allerdings sind die Dschihadisten weiterhin im Untergrund aktiv.

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Lamberty betonte, dass Deutschland im Irak und gerade auch im kurdischen Norden gut angesehen sei. Die deutsche Lieferung der „Milan“-Panzerabwehrraketen im Kampf gegen den IS habe einen Paradigmenwechsel eingeleitet: Es sei fortan möglich gewesen, Selbstmordattentäter des IS in gepanzerten Autos aufzuhalten.

IS aus Bagdad verdrängt

Aus der Hauptstadt Bagdad sei die Terrormiliz derweil ebenfalls verdrängt worden, sodass es große Anschläge zuletzt nicht mehr gegeben habe. Die hohen Mauern um die Grundstücke seien in der Stadt allmählich verschwunden. Dennoch bleibe die Sicherheitslage fragil. Auch die Rückkehr von Minderheiten wie Christen und Jesiden in ihre Heimatorte bleibe eine Herausforderung. Ein langfristiges Engagement sei daher nötig.

RND/epd

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