20 Prozent Gas müssen eingespart werden

Trotz Kälte: Netzagenturchef Müller mahnt zu Zurückhaltung beim Heizen

Ein Mann dreht in einer Wohnung am Thermostat einer Heizung. (Symbolbild)

Ein Mann dreht in einer Wohnung am Thermostat einer Heizung. (Symbolbild)

Berlin. Der Chef der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, hat trotz der aktuell tiefen Temperaturen an die Bürger appelliert, nicht alle Heizungen hochzudrehen. Er werde nicht müde zu warnen und zu bitten, sagte Müller am Samstag im Deutschlandfunk.

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Ein oder zwei Wochen Kälte machten ihn noch nicht besonders besorgt, betonte Müller. Man dürfe aber nicht leichtfertig werden. Wenn alle die Heizungen in allen Räumen hochdrehten, werde sehr viel Gas verbraucht.

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Wenn das lange dauere, könnte am Ende des Winters nicht genug Gas da sein, um die Bedürfnisse der Industrie zu decken, warnte Müller. Es bleibe dabei, dass über alle Sektoren hinweg 20 Prozent Gas eingespart werden müssten.

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Aktuell sind die deutschen Gasspeicher noch zu rund 95 Prozent gefüllt. Der Füllstand war in den vergangenen Tagen jahreszeitbedingt gesunken. Die Betreiber der Erdgasspeicher waren am Freitag weiterhin davon ausgegangen, dass Deutschland den Winter ohne Gasknappheit gut überstehen kann, solange keine extrem niedrigen Temperaturen auftreten.

Holz-Nachschub für den Kamin muss nach dem Schlagen im Wald zum Trocknen gestapelt werden. Erst nach ein bis zwei Jahren Trocknungszeit darf es dann zum Heizen verwendet werden.

Wie klimaschädlich ist es, mit Holz zu heizen?

Immer mehr Menschen in Deutschland heizen mit Holz. Das liegt vor allem daran, dass es kosten­günstig ist – verglichen mit fossilen Energieträgern wie Gas oder Öl. Allerdings ist diese Heizungsform nicht gut fürs Klima, und zwar gleich aus mehreren Gründen.

Die Wahrscheinlichkeit einer Gasmangelsituation sei aufgrund verstärkter Verbrauchseinsparungen weiter gesunken, berichtete der Speicherverband Initiative Energien Speichern (Ines). Wenn die starken Verbrauchseinsparungen anhielten, „wird Deutschland gut durch den Winter kommen“, sagte Ines-Geschäftsführer Sebastian Bleschke.

RND/dpa

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