Große Datenmengen abgefischt

Handy von Spaniens Ministerpräsidenten Sánchez mit Spähsoftware angegriffen

Pedro Sanchez, Ministerpräsident von Spanien, spricht mit Journalisten. (Archivbild)

Madrid. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez und Verteidigungsministerin Margarita Robles Fernández sind offenbar zum Ziel eines Spionageangriffs geworden.

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Die Mobiltelefone der beiden seien mit dem Spionageprogramm Pegasus infiziert worden, teilte die Regierung am Montag mit. Sánchez‘ Handy sei im Mai vergangenen Jahres zweimal geknackt worden, das von Fernández im Juni. Dabei seien große Datenmengen abgegriffen worden, sagte Präsidialminister Félix Bolaños. Es stehe außer Zweifel, dass es sich um einen illegalen und unbefugten Eingriff handle. „Er kam von außerhalb der staatlichen Organe und hatte keine juristische Genehmigung“, betonte Bolaños. Berichte über Einzelheiten seien dem Nationalgericht für weitere Ermittlungen übergeben worden.

Die spanische Regierung steht unter Druck, weil die Mobiltelefone von Dutzenden Personen, die mit der Separatistenbewegung in der Region Katalonien in Verbindung stehen, zwischen 2017 und 2020 mit Pegasus infiziert wurden, wie Cybersicherheitsexperten der Gruppe Citizen Lab bekanntgaben.

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Sánchez war zu Beginn dieser mutmaßlichen Spähaktion noch nicht im Amt. Die katalanische Regionalregierung warf dem spanischen Geheimdienst CNI vor, hinter der Aktion zu stecken. Sie will, dass die Verantwortlichen bestraft werden. Die katalanische Regierung hat alle Beziehungen zur Regierung in Madrid bis zu einer vollständigen Klärung ausgesetzt.

Die wichtigste Partei in Katalonien, die ERC, die auch die sozialistische Minderheitsregierung in Madrid stützt, hat den Rücktritt von Verteidigungsministerin Fernández Robles verlangt. Radikale Separatisten fordern ein Ende der Zusammenarbeit mit Sánchez.

RND/AP

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