Gesprächsangebot an Nordkorea: USA warten geduldig auf Antwort

Wendy Sherman (links), stellvertretende Außenministerin der USA, und der erste stellvertretenden südkoreanischen Außenminister Choi Jong Kun in Seoul.

Wendy Sherman (links), stellvertretende Außenministerin der USA, und der erste stellvertretenden südkoreanischen Außenminister Choi Jong Kun in Seoul.

Seoul. Trotz der bisher abschlägigen Antworten aus Nordkorea auf ein Dialogangebot will sich die US-Regierung weiter in Geduld üben. Im Streit ums nordkoreanische Atomwaffenprogramm bieten die USA dem weitgehend isolierten Land Gespräche ohne jede Vorbedingung an.

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Washington sei in Erwartung eines „zuverlässigen, vorhersehbaren und konstruktiven Wegs nach vorne mit der Volksrepublik“, sagte US-Vizeaußenministerin Wendy Sherman am Freitag vor Journalisten in Seoul. „Wir haben angeboten, uns mit den Nordkoreanern im Dialog hinzusetzen, uns wir warten darauf, von ihnen zu hören.“

Nordkoreas Außenminister Ri Son Gwon hatte im vergangenen Monat bedingungslose Verhandlungen mit den USA abgelehnt. Solche Gespräche würden nur „kostbare Zeit“ kosten. Beobachter gehen davon aus, dass Pjöngjang auf konkrete Vorschläge von Washington hofft. Seit dem gescheiterten Gipfeltreffen beider Länder im Februar 2019 in Vietnam gibt es keinen Fortschritt mehr.

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Gespräche mit Südkorea

In Seoul besprach Sherman mit der südkoreanischen Regierung unter anderem das weitere Vorgehen im Atomstreit mit Pjöngjang. Beide hätten bekräftigt, wie wichtig die Bemühungen um einen Dialog mit Nordkorea und ein koordiniertes Vorgehen dabei seien, teilte das Außenministerium in Seoul nach Gesprächen Shermans mit ihrem Kollegen Choi Jong Kun mit. Sherman hatte am Donnerstag betont, Washington hoffe, dass Nordkorea möglichst bald antworte.

Auf die Frage nach möglicher humanitärer Hilfe für Nordkorea äußerte Sherman Mitgefühl für die unter Versorgungsproblemen leidende Bevölkerung des Landes. Die Nordkoreaner sähen sich angesichts der Corona-Pandemie „den schwierigsten Bedingungen“ ausgesetzt.

Das habe Folgen für die Ernährungssicherheit, sagte die erfahrene US-Diplomatin. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatte die Bevölkerung im Juni auf eine schlechtere Versorgung mit Nahrungsmitteln eingestellt.

RND/dpa

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