„Freiwillig verzichten“

Gaskrise: Minister­präsident Günther will kalte Saunen im Winter

Saunen verbrauchen viel Energie. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther fordert deshalb Wellness-Hotels auf, ihre Schwitzhütten nicht in Betrieb zu nehmen.

Saunen verbrauchen viel Energie. Schleswig-Holsteins Minister­präsident Daniel Günther fordert deshalb Wellness­hotels auf, ihre Schwitz­hütten nicht in Betrieb zu nehmen (Symbolbild).

Berlin/Kiel. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat die Wellness­hotels in seinem Land aufgefordert, ihre Sauna­landschaften in der kommenden Wintersaison nicht in Betrieb zu nehmen.

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„Ich finde schon, dass bestimmte Wellness­angebote in diesem Jahr zu jener Art von Luxus gehört, auf die man lieber freiwillig verzichten sollte“, sagte Günther der „Welt am Sonntag“. „Man muss im kommenden Winter nicht zwingend in die Sauna gehen.“ Gesetzliche Vorgaben werde sein Land den Betrieben allerdings nicht machen.

Der Regierungschef sprach sich zudem dafür aus, im Fall einer Gasmangellage insbesondere jene Unternehmen durchgängig mit Gas zu versorgen, die dieses Gas für ihre Produktion unbedingt benötigen. „Diesem Ziel sollten wir einiges unterordnen“, sagte Günther.

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Raumtemperaturen begrenzen

Der Ministerpräsident kündigte an, die Raumtemperatur in landeseigenen Gebäuden im kommenden Herbst und Winter auf höchstens 20 Grad zu begrenzen. „Sobald der Bund das rechtlich ermöglicht, werden wir auch unter diese Marke gehen.“

Enttäuscht äußerte sich der Kieler Regierungschef über den von der Bundesregierung vorgelegten Entwurf zur Novellierung des Infektionsschutzgesetzes. Das darin enthaltene Festhalten an Quarantänepflichten und Restriktionen passe nicht zur derzeitigen Pandemielage. „Solange die Situation ist, wie sie ist, mit einer milden Variante, mit milden Verläufen, sollten wir auf Restriktionen und Quarantäneregeln weitestgehend zu verzichten, auch auf anlasslose Testungen,“ sagte er. „Probleme haben wir mit Corona in den Krankenhäusern inzwischen nur noch durch die Isolations- und Quarantäneregeln, nicht durch die schweren Verläufe.“

RND/dpa

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