Erstes gemeinsames Bekenntnis

G7-Staaten kündigen stärkeres Vorgehen gegen sexuellen Missbrauch von Kindern an

Bayern, Elmau: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) verlässt eine Pressekonferenz zum Abschluss des G-7-Gipfels auf Schloß Elmau; dahinter die Flaggen der Teilnehmerstaaten (Symbolfoto)

Bayern, Elmau: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) verlässt eine Pressekonferenz zum Abschluss des G-7-Gipfels auf Schloß Elmau; dahinter die Flaggen der Teilnehmerstaaten (Symbolfoto)

Garmisch-Partenkirchen. Die G7-Staaten wollen den Kampf gegen sexuellen Kindesmissbrauch verstärken. In der am Dienstag veröffentlichten Abschlusserklärung ihres Gipfels auf Schloss Elmau bekennen sich die Staats- und Regierungschefs der sieben wichtigsten demokratischen Industrienationen erstmals gemeinsam zu diesem Ziel.

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In der Gipfelerklärung heißt es, die Covid-19-Pandemie, der Krieg in der Ukraine und weitere Konflikte hätten den Menschenhandel verstärkt, der die Ausbeutung von Arbeitskräften und den Missbrauch von Kindern und Frauen zum Ziel habe. Die Anstrengungen zur Bekämpfung dieser Verbrechen sollten daher verstärkt werden, sowohl online als auch offline. Die G7-Innenminister seien aufgefordert, ihren Aktionsplan gegen Kindesmissbrauch vom September 2021 umzusetzen.

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Wichtige Zusagen stehen vor dem letzten Tag des G7-Gipfels noch aus – und der nächste Gipfel wirft schon seine Schatten voraus.

Betroffene begrüßen Ankündigung

Betroffene von sexuellem Missbrauch begrüßten die Ankündigung. Matthias Katsch, Mitgründer der Initiative Eckiger Tisch, erklärte: „Es ist nur ein kleiner Schritt für die Menschheit, aber ein großer Schritt für die Politik.“ Endlich hätten sich die G7 getraut, das Thema anzupacken. „Wir Betroffene werden ihnen auch in den nächsten Monaten und Jahren zurufen: ‚Bleibt mutig! Hört uns Betroffenen zu, was wir zu sagen haben und handelt entsprechend!‘“

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Wibke Müller von der Betroffenenorganisation Brave Movements sprach von einem historischen Moment. „Die G7-Staats- und Regierungschefs haben sich heute zum ersten Mal dazu entschlossen, allen Kindern den Schutz zu gewähren, den sie brauchen und verdienen.“ Worte alleine reichten aber nicht aus, es müssten konkrete Taten folgen.

RND/epd

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