Früherer US-Vizepräsident Walter Mondale gestorben

Walter Mondale, ehemaliger Vizepräsident der USA, ist im Alter von 93 Jahren verstorben.

Walter Mondale, ehemaliger Vizepräsident der USA, ist im Alter von 93 Jahren verstorben.

Minneapolis. Der frühere US-Vizepräsident Walter Frederick Mondale ist tot. Er sei im Alter von 93 Jahren zu Hause in seiner Heimatstadt Minneapolis gestorben. Das teilte seine Familie am Montag (Ortszeit) in einer Erklärung an US-Medien mit.

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Mondale, von seinen Freunden „Fritz“ genannt, war von 1977 bis 1981 Stellvertreter des demokratischen Präsidenten Jimmy Carter. Der heute 96-Jährige würdigte ihn als den bisher „besten Vizepräsidenten in der Geschichte“ der USA.

„Fritz Mondale war uns allen sowohl im öffentlichen Dienst als auch im Privatleben ein Vorbild“, schrieb Carter. Der ehemalige US-Präsident Barack Obama hob den Einsatz Mondales für liberale Werte hervor. Bevor ihn Carter als Vize holte, war der Jurist Mondale Generalstaatsanwalt im Bundesstaat Minnesota und Senator gewesen. Er setzte sich für Bürgerrechte, Minderheiten sowie den Umweltschutz ein und sprach sich gegen allzu große Militärausgaben aus.

Mondale verlor gegen Ronald Reagan

Im Jahr 1984 zog Mondale selbst als Kandidat der Demokraten in den Präsidentschaftswahlkampf, verlor aber haushoch gegen den republikanischen Amtsinhaber Ronald Reagan. Zu seiner Niederlage trug nach damaliger Auffassung bei, dass er für den Fall eines Wahlsieges offen Steuererhöhungen angekündigt hatte.

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Als historisch galt seinerzeit, dass Mondale eine Frau, die New Yorker Juristin Geraldine Ferraro, als Kandidatin für das Vizepräsidentenamt benannte. Damit habe er auch der heutigen Vizepräsidentin Kamala Harris den Weg bereitet, schrieb Obama auf Twitter.

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Botschafter in Tokio

Unter Präsident Bill Clinton wurde Mondale Jahre später noch Botschafter in Tokio. In einer bewegenden E-Mail habe sich Mondale erst kürzlich von seinen Weggefährten verabschiedet, berichtete der Sender CNN. Es sei tröstlich, dass mit Joe Biden wieder ein Demokrat im Weißen Haus sitze, schrieb er demnach.

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RND/dpa

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