Nach Absage von Rechtsaußentreffen

US-Republikaner Graham will CDU-Chef Merz nun offenbar nicht mehr treffen

Senator Lindsey Graham, Vorsitzender des Justizausschusses, verfolgt eine Anhörung im Justizausschuss des Senats auf dem Capitol Hill. (Archivbild)

Senator Lindsey Graham, Vorsitzender des Justizausschusses, verfolgt eine Anhörung im Justizausschuss des Senats auf dem Capitol Hill. (Archivbild)

Anders als ursprünglich geplant will sich der US-Republikaner Lindsey Graham nun nicht mehr mit CDU-Chef Friedrich Merz in Deutschland treffen. Das berichten übereinstimmend die „Bild“ und der „Spiegel“.

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Anlass des Treffens war eigentlich eine Veranstaltung in Berlin, die von einer konservativen Agentur ausgerichtet wird. Merz hatte nach aufflammender Kritik seine geplante Teilnahme abgesagt. Grund des Gegenwinds war, dass auf der Veranstaltung auch rechtskonservative Köpfe wie der Publizist Henryk M. Broder und der Rechtsanwalt Joachim Steinhöfel, der einmal die AfD vertrat, geladen sind.

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Am Dienstag wurde Merz‘ Absage von seinem Pressesprecher Armin Peter mitgeteilt. Als Begründung nannte Peter das „geänderte Programm“ der Veranstaltung. Dennoch hieß es weiter: „Friedrich Merz war, ist und bleibt mit Lindsey Graham verabredet, wenn dieser Ende August nach Berlin kommt.“

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Graham: „Ich habe nicht vor, Herrn Merz zu treffen“

Daraus wird nun aber offenbar nichts. „Ich habe nicht vor, Herrn Merz zu treffen“, wird Graham von der „Bild“ zitiert. „Bei Konservativen geht es um einen offenen, ehrlichen Dialog, in dem Standpunkte dargelegt werden und die Menschen zusammensitzen und einander zuhören“, heißt es weiter. Zudem würden Konservative sich „nicht gegenseitig canceln, bevor sie sprechen“. Ähnliche Kritik an Merz hatte bereits zuvor der Ex-US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, geäußert.

Lindsey Graham ist US-Senator für den Bundesstaat South Carolina. Bevor Donald Trump zum US-Präsidenten gewählt worden war, galt er noch als Trump-Kritiker. Vor allem, weil dieser seinen Freund, den mittlerweile verstorbenen republikanischen US-Senator John McCain, mehrmals beleidigt hatte. Doch als Trump die Wahl gewonnen hatte, wanderte Graham wie viele US-Republikaner nach Rechtsaußen. Merz und Graham kennen sich seit Langem.

RND/sic/mdc

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