Neues Finanzierungsgesetz für die Krankenkassen

Mehr Geld für Ärzte bei schnellerer Behandlung

Ärztinnen und Ärzte sollen zukünftig mehr Honorar erhalten, wenn sie ihren Patienten kurzfristig einen Termin beim Facharzt vermitteln.

Ärztinnen und Ärzte sollen zukünftig mehr Honorar erhalten, wenn sie ihren Patienten kurzfristig einen Termin beim Facharzt vermitteln.

Gesetzlich Versicherte sollen trotz der Abschaffung der sogenannten Neupatientenregelung schneller einen Termin beim Facharzt erhalten. Das sieht ein Änderungsantrag der Koalitionsfraktionen für das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz vor, der dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Danach wird das Honorar für Hausärzte, die kurzfristig einen Termin beim Facharzt vermitteln, pro Fall von 10 auf 15 Euro angehoben. Gleichzeitig erhalten Fachärztinnen und Fachärzte, die über die Terminservicestellen vermittelte Patienten behandeln, eine deutlich höhere Bezahlung. Dabei werden die Versorgungspauschalen abhängig von der Schnelligkeit der Vermittlung bis auf das Dreifache angehoben. Dieses Honorar wird zudem extra bezahlt und nicht aus dem gedeckelten Topf der Facharzthonorare.

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„Schritt gegen die Zwei-Klassen-Medizin“

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sagte dem RND: „Einen Facharzttermin zu bekommen, muss endlich deutlich leichter werden als bisher.“ Deshalb würden die Honorare für Hausärzte und Hausärztinnen erhöht, die erfolgreich kurzfristig Termine bei Fachärzten vermitteln. Zudem würden die Honorare der Fachärzte verbessert, die mit den Terminservicestellen zusammenarbeiten. „Das ist ein wichtiger Schritt gegen die Zwei-Klassen-Medizin“, sagte er dem RND.

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Durch die vor drei Jahren eingeführte Neupatientenregelung erhalten Ärzte mehr Geld, wenn sie Versicherte versorgen, die bisher nicht in der Praxis behandelt wurden. Dadurch sollten die Wartezeiten auf einen Termin reduziert werden. Nach Ansicht von Gesundheitsminister Lauterbach hat sich die kostenintensive Regelung aber nicht bewährt und soll daher aus Spargründen abgeschafft werden. Das hat zu heftigen Protesten in der Ärzteschaft geführt. In der gesetzlichen Krankenversicherung wird im kommenden Jahr ein Defizit von 17 Milliarden Euro erwartet.

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