Ex-AfD-Chef Meuthen will politisch aktiv bleiben: „Es wird etwas Neues kommen“

Der AfD-Parteivorsitzende Jörg Meuthen ist zu sehen.

Der ehemalige AfD-Parteivorsitzende Jörg Meuthen.

Berlin. Der aus der AfD ausgetretene langjährige Parteichef Jörg Meuthen hat angedeutet, dass er sich künftig in einer anderen Partei engagieren könnte. „Ich plane definitiv, weiterhin politisch aktiv zu bleiben. Ich fühle mich zu jung und zu agil, um aus der Politik auszuscheiden“, sagte er dem Magazin „Cicero“. Er führe derzeit viele Gespräche mit Menschen, „die die Lücke zwischen einer nach links weggerutschten CDU und einer nach rechts weggerutschten AfD füllen können.“ Er nehme sich dafür Zeit. „Aber es wird etwas Neues kommen“, sagte Meuthen.

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Auf Nachfrage, ob es konkret um die Gründung einer Partei rechts von der CDU und links von der AfD gehe, sagte Meuthen: „Es geht um eine bürgerlich-konservative, freiheitliche Partei. Also genau das, was im Moment in der Bundesrepublik fehlt.“ Auf das gescheiterte Projekt der „Blauen Partei“ von Ex-AfD-Chefin Frauke Petry angesprochen, sagte Meuthen, man müsse die Fehler, die andere gemacht hätten, ja nicht wiederholen. „Es ist auch grundsätzlich die Frage, ob man etwas Neues gründet oder auf etwas bereits Bestehendes setzt.“ Es sei alles noch offen und es gebe existierten mehrere Möglichkeiten. „Aber am Ende wird auf jeden Fall etwas passieren.“

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Danach gefragt, welcher Partei er heute am ehesten beitreten würde, sagte Meuthen: „Ich würde derzeit keiner der etablierten Parteien beitreten oder einen Beitritt auch nur erwägen.“

Zuletzt war der aus der AfD und der AfD-Bundestagsfraktion ausgetretene Abgeordnete Uwe Witt nach eigenen Angaben der Zentrumspartei beigetreten. Die Zentrumspartei entstand im 19. Jahrhundert als Interessenvertretung der katholischen Bevölkerung und spielte bis zur Weimarer Republik eine große Rolle. Heute hat sie nach eigenen Angaben rund 300 Mitglieder.

RND/dpa

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