Unabhängigkeit von russischem Gas

EU und Israel planen Zusammenarbeit im Energiebereich

Ursula von der Leyen (l.), Präsidentin der Europäischen Kommission, neben Jair Lapid, Außenminister von Israel, vor ihrem Treffen in der Knesset, dem israelischen Parlament.

Ursula von der Leyen (l.), Präsidentin der Europäischen Kommission, neben Jair Lapid, Außenminister von Israel, vor ihrem Treffen in der Knesset, dem israelischen Parlament.

Die EU-Kommission hatte schon Mitte Mai angekündigt, dass sie noch vor dem Sommer ein Energieabkommen mit Israel und Ägypten abschließen will über Flüssiggaslieferungen (LNG) für Europa. Rund 90 Kilometer vor der israelischen Küste wurden große Erdgasvorkommen entdeckt.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Von der Leyen verwies auch auf den Bau einer geplanten Stromverbindung zwischen Israel, Zypern und Griechenland im östlichen Mittelmeer. Zudem sei eine Gaspipeline im östlichen Mittelmeer in Vorbereitung.

Das Projekt war zwischenzeitlich schon fast aufgegeben. Eine 1900 Kilometer lange Pipeline namens EastMed (Ostmittelmeer) soll Gas von Israel über Zypern nach Griechenland und damit in die Europäische Union leiten. Dann könnte es nach Mitteleuropa weitertransportiert werden.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
Folgen des Krieges gegen die Ukraine: Deutsche Unternehmen befürchten Gasknappheit

Der Glashersteller SGD Pharma benötigt für die Produktion Gas. Im Zuge des Kriegs befürchtet der Geschäftsführer Claus Meilinger weitreichende Folgen.

Israels Ministerpräsident Naftali Bennett sagte nach Gesprächen mit dem italienischen Premier Mario Draghi, die Zusammenarbeit im Energiebereich habe das Ziel, dass Gas aus Israel auch Europa dienen könne. Draghi besucht derzeit Israel. Er betonte, auch Italien wolle seine Abhängigkeit von russischem Gas verringern. Am Abend wollte sich Bennett mit von der Leyen treffen. Am Mittwoch reist von der Leyen weiter nach Ägypten.

Die EU versucht, so schnell wie möglich unabhängig von russischen Gaslieferungen zu werden – sowohl von Pipelinegas als auch von LNG.

Mit Aussicht auf ein Lieferabkommen mit der EU hat Israel seine Offshore-Erdgasproduktion gesteigert. Das Land ist auf dem besten Weg, seine Produktion in den nächsten Jahren von etwa 20 Milliarden Kubikmetern auf etwa 40 Milliarden Kubikmeter zu verdoppeln, heißt es.

Israel beliefert derzeit nicht nur seinen eigenen Markt, sondern exportiert auch über ein lokales Netz von Pipelines in die Nachbarländer Ägypten und Jordanien.

RND/rix/dpa

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Laden Sie sich jetzt hier kostenfrei unsere neue RND-App für Android und iOS herunter

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken