Erneut Corona-Proteste: Katz-und-Maus-Spiel in Rostock – nur 40 Teilnehmende in Hannover

Demonstrationsteilnehmer auf dem Neuen Markt in Rostock.

Die Proteste gegen die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie reißen nicht ab: Auch am Montagabend haben in Deutschland wieder Gegner der Corona-Politik demonstriert.

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Vielerorts wollen Zivilgesellschaft und Anwohner die Demos der kleinen, aber lauten Gruppen nicht länger unwidersprochen lassen und organisieren Gegenproteste – auch das hält die Polizei auf Trab.

Corona-Proteste in Lübeck

So nahmen in Lübeck rund 2500 Menschen an einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen unter dem Leitspruch „Für Frieden, Freiheit und Demokratie“ teil. Wie die „Lübecker Nachrichten“ berichten, mischten sich im Laufe der Demonstration etwa 20 Personen „aus dem linken Spektrum“ unter die Demo, um diese zu stören.

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Dies wurde sofort von der Polizei unterbunden, die Beamten sprachen mehrere Platzverweise gegen Personen aus, die den Aufzug störten. Außerdem wurden während der Demo neun Ordnungswidrigkeiten wegen Verstoßes gegen die Maskenpflicht festgestellt sowie ein gefährlicher Gegenstand sichergestellt.

Zeitgleich kamen nach Polizeiangaben rund 350 Demonstranten zu einer Menschenkette durch die Lübecker Innenstadt zusammen. Zu der Demonstration hatte das Bündnis „Wir können sie stoppen“ aufgerufen. Organisator Joachim Nolte warnte vor einer rechten Unterwanderung der Demo der Maßnahmenkritiker, die zur Verbreitung von Verschwörungstheorien beitrage.

Corona-Proteste in Rostock

In Rostock lieferten sich rund 600 Demonstranten am Montagabend in der Rostocker Innenstadt ein Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei: Während bei einer von der Linken angemeldeten Gegenveranstaltung auf dem Neuen Markt schätzungsweise 50 Teilnehmer demonstrierten, zogen Gegner der Corona-Politik in Gruppen durch die Innenstadt.

Die Polizei verhinderte nach eigenen Angaben, dass sich ein großer Aufzug bildete. Um die Demonstrationen voneinander zu trennen, riegelte die Polizei den Neuen Markt ab.

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Wie die „Ostsee-Zeitung“ berichtet, wurden 39 Platzverweise ausgesprochen sowie mehrere Strafanzeigen gestellt, unter anderem wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, tätlichen Angriffs, Beleidigung sowie wegen eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz – weil Demonstranten Böller zündeten.

600 Beamte von Bundes- und Landespolizei waren im Einsatz. Eine ursprünglich vorgesehene Demonstration war zuvor von der Stadt verboten worden.

Zwei weitere Gegendemonstrationen fanden außerdem auf dem Universitäts- und dem Gertrudenplatz statt, zu denen laut Polizei 125 Personen kamen. „Es geht mir auf die Nerven, wie viel Selbstsucht auf die Straße getragen wird, während an der belarussisch-polnischen Grenze mehrere Tausend Menschen wirklich leiden“, sagte Arne Bölt von der Initiative Seebrücke und Anmelder der Demo auf dem Gertrudenplatz.

Corona-Proteste in Hannover

In Hannover protestierten am Montagabend deutlich weniger Menschen gegen die Corona-Maßnahmen als in den vergangenen Wochen. Die Polizei stoppte zwei nicht angemeldete Versammlungen mit insgesamt rund 40 Demonstranten.

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Die Initiative „Omas gegen Rechts“ rief außerdem zu einer Gegendemonstration auf, an der ebenfalls etwa 40 Menschen teilnahmen. Mitorganisatorin Uta Saenger sagte der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“: „Wir wollen ein Zeichen setzen gegen die als ‚Spaziergänge‘ getarnten, unangemeldeten Demos mit ihrem rechtsextremistischen und demokratiezersetzenden Hintergrund.“

RND/aob

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