Staat müsse stärker Einfluss nehmen

Schwesig zur Energieversorgung: Mehr staatliche Steuerung benötigt

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat sich für mehr staatliches Handeln in der deutschen Energieversorgung ausgesprochen. Der Staat müsse Steuerungsmöglichkeiten haben, forderte sie (Archivbild).

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat sich für mehr staatliches Handeln in der deutschen Energieversorgung ausgesprochen. Der Staat müsse Steuerungsmöglichkeiten haben, forderte sie (Archivbild).

Neubrandenburg. In der aktuellen Krise zeige sich, dass die Tatsache, dass die Energieversorgung in Deutschland privatwirtschaftlich organisiert ist, Probleme mit sich bringe, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) dem „Nordkurier“ am Montag.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Der Staat müsse Steuerungsmöglichkeiten haben, forderte sie. „Ich habe zum Beispiel von kommunalen Energieunternehmen gelernt, dass es bislang wirtschaftlich nicht attraktiv war, sich zum Beispiel Gasspeicher zu halten.“ Das sei aber eine Vorsorge, die ein Land wie Deutschland haben müsse. Der Staat müsse da wieder stärker Einfluss nehmen.

Investitionsprogramm für Solaranlagen

Dies gelte auch für die Erneuerbaren Energien. „Wir müssen darauf achten, dass die Anlagen, mit denen wir zukünftig Erneuerbare Energien gewinnen, auch bei uns in Deutschland und Europa gebaut werden“, sagte die Ministerpräsidentin vor dem Hintergrund der Schließung des Rostocker Nordex-Werkes.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Schwesig forderte im Interview ein großangelegtes Investitionsprogramm des Bundes für Hauseigentümer und Vermieter zur Wärmedämmung oder für den Einbau von Wärmepumpen. Das Land Mecklenburg-Vorpommern plane ein Investitionsprogramm für mehr Solaranlagen.

Schwesig kritisiert Aufruf zum Sparen

Die Appelle zum Sparen und zum Senken der Temperatur in der Wohnung im kommenden Winter sieht Schwesig kritisch. „Es darf in der Debatte nicht der Eindruck entstehen, als wenn jetzt gesagt würde: Dann müssen die Leute halt die Heizung runter drehen“, sagte sie. „Viele Bürgerinnen und Bürger sind jetzt schon sehr sparsam, was den Energieverbrauch angeht.“ Sie kenne heute niemanden, der das Fenster aufreiße und gleichzeitig die Heizung aufdrehe.

RND/dpa

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken