Die Pressekonferenz im Livestream

Eindämmung der Affenpocken: Lauterbach und Wieler informieren über aktuelle Lage

Karl Lauterbach, Bundesminister für Gesundheit, mit Lothar Wieler, Präsident Robert Koch-Institut RKI, bei einer Bundespressekonferenz in Berlin. Am Dienstag wollen beide über die aktuelle Affenpockenlage informieren.

Karl Lauterbach, Bundesminister für Gesundheit, mit Lothar Wieler, Präsident Robert Koch-Institut RKI, bei einer Bundespressekonferenz in Berlin. Am Dienstag wollen beide über die aktuelle Affenpockenlage informieren.

Nach dem Auftreten erster Fälle von Affenpocken in Deutschland will Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), zusammen mit RKI-Chef Lothar Wieler und Bundesärztekammerpräsident Klaus Rheinhardt, am Dienstag über die aktuelle Lage informieren. Der SPD-Politiker kündigte bereits am Montag weitere Eindämmungsmaßnahmen gegen die Virusinfektion an.

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Mit dem Robert Koch-Institut (RKI) würden aktuell Empfehlungen zu Isolation und Quarantäne erarbeitet, sagte Lauterbach am Montag am Rande der Weltgesundheitsversammlung in Genf. Er gehe davon aus, dass sie bereits an diesem Dienstag vorgelegt werden könnten.

Livestream: Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Karl Lauterbach

Die Pressekonferenz am Rande des Deutschen Ärztetages ist auf 12.15 Uhr avisiert. Der Beginn kann sich um wenige Minuten verzögern. Neben Karl Lauterbach sollen sich auch RKI-Präsident, Lothar Wieler, und Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, zu den jüngsten Affenpocken-Fällen äußern. Hier können Sie die Presseansprache live verfolgen.

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„Pockenimpfung schützt vermutlich auch vor Affenpocken“

Fachärzte gehen bislang nicht von einer weiteren Pandemie aus. Politiker und Experten warnen indes vor „unnötiger Panikmache“ im Umgang mit dem Virus. „Die Gefahrensituation ist gering, weil das Virus nur durch engen Körperkontakt, also über Körperflüssigkeiten oder Krusten, weitergegeben wird und nicht durch Tröpfcheninfektion wie Niesen, Husten oder Sprechen“, sagte Tobias Tenenbaum, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ am Dienstag.

Angesicht der gehäuft auftretenden Fälle von Affenpocken prüfen die deutschen Gesundheitsbehörden, Risikogruppen und Kontaktpersonen mit herkömmlichem Pockenvakzin zu impfen. „Eine Pockenimpfung schützt vermutlich auch vor Affenpocken“, lautet die Einschätzung des Bundesgesundheitsministeriums. Laut einem aktuellen Bericht sind in Deutschland rund 100 Millionen Dosen Pockenimpfstoff eingelagert. Zwei Millionen Dosen davon seien eine Spende an die Weltgesundheitsorganisation WHO und würden für diese Organisation aufbewahrt.

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Zudem werde darüber nachgedacht, „ob wir vielleicht Impfempfehlungen aussprechen müssen für besonders gefährdete Personen“, erläuterte Lauterbach zuletzt. Der Gesundheitsminister warnte am Montag, dass sich nach bisherigen Erkenntnissen in erster Linie Männer infizierten, die sexuelle Kontakte mit Männern gehabt hätten. Es gelte, die Risikogruppen nun ehrlich anzusprechen. Das sei zu ihrem Schutze und dürfe nicht falsch als Stigmatisierung verstanden werden.

RND/dpa/hyd

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