Dutzende Verletzte nach Giftgas-Angriff auf Aleppo

Das syrische Aleppo ist seit 2012 umkämpft. Bei einem erneuten Giftgasangriff sollen mehr als 40 Menschen verletzt worden sein.

Das syrische Aleppo ist seit 2012 umkämpft. Bei einem erneuten Giftgasangriff sollen mehr als 40 Menschen verletzt worden sein.

Aleppo. Zwei Stadtteile von Aleppo sind am Samstagabend nach Angaben syrischer Staatsmedien mit Giftgas-Granaten beschossen worden. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete unter Berufung auf einen Korrespondenten vor Ort, dass mehr als 100 Menschen verletzt worden seien und unter Atemproblemen litten. Zunächst war von rund 40 Verletzten die Rede.

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Verantwortlich für den Angriff seien laut Staatsmedien „Terroristen“. Zuvor hatte die Polizei der nordsyrischen Stadt mitgeteilt, dass einige Zivilisten in Krankenhäuser gebracht worden seien. Auch das in Großbritannien beheimate Syrische Beobachtungszentrum für Menschenrechte berichtete, nach dem Einschlag von Granaten habe Gasgeruch über Aleppo gelegen.

Die Rebellen wiesen die Vorwürfe zurück. Die Aufständischen verfügten weder über Giftgas noch über die Mittel, es einzusetzen, sagte Kommandeur Abdel Salam Abdel-Rasak, der einst selbst am Chemiewaffenprogramm der Regierung mitgearbeitet hatte, bevor er zu Opposition übergelaufen ist. Seit Dezember 2016 kontrollieren syrische Regierungstruppen Aleppo, nachdem sie die Rebellen vertrieben hatten. Die Stadt ist seit Sommer 2012 umkämpft, große Teile wurden zerstört. Mittlerweile sind viele der geflüchteten Bewohner zurückgekehrt.

Von RND/dpa/AP

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