Ermittler vermuten Terror-Hintergrund

Drei Festnahmen nach Anschlag auf Polizisten in Nordirland

Nach einem Bombenschlag im nordirischen Strabane hat die Polizei drei Verdächtige festgenommen.

Nach einem Bombenschlag im nordirischen Strabane hat die Polizei drei Verdächtige festgenommen.

Strabane. Nach einem Bombenanschlag auf zwei Polizisten in der früheren Bürgerkriegsregion Nordirland haben Terrorermittler drei Männer festgenommen. Die Verdächtigen seien 28, 36 und 36 Jahre alt, schrieb die Polizei auf Twitter nach den Festnahmen, die am Freitagabend erfolgten. Die beiden Polizisten hatten den Anschlag am Donnerstag unverletzt überlebt. Sie waren auf Streife unterwegs, als eine Bombe neben ihrem Fahrzeug detonierte.

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Vor den Festnahmen hatten die Ermittler erklärt, der Anschlagsort in der Grenzstadt Strabane sowie frühere Vorfälle könnten auf einen Zusammenhang mit der Terrororganisation Neue IRA hindeuten, die mit Gewalt für eine Vereinigung mit dem Nachbarstaat Irland kämpft. Die Polizei ermittelt nach der Attacke wegen versuchten Mordes.

Nordirland in politischer Krise

In Nordirland hatten sich Katholiken – die mehrheitlich eine Wiedervereinigung mit Irland anstreben – und Protestanten – meist Anhänger der Union mit Großbritannien – jahrzehntelang bekämpft. Dabei kam es in Strabane mit gut 13 000 Einwohnern, wo fast ausschließlich Katholiken leben, zu besonders vielen Attacken auf britische Soldaten sowie Polizisten. Nahe der Stadt hatte das britische Militär lange einen Stützpunkt.

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Zuletzt hatten Warnungen vor neuen Angriffen wieder zugenommen. Nordirland ist wegen des Streits um Brexit-Sonderregeln politisch gelähmt und hat derzeit weder eine Regierung noch ein funktionierendes Parlament.

RND/dpa

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