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Neues Strategiepapier

Digitalminister Wissing will Glasfaser-Ausbau deutlich beschleunigen

13.01.2022, Berlin: Volker Wissing (FDP), Bundesminister für Verkehr und Digitales, spricht während der dreitägigen Debatte über die Politik der Ampel-Koalition im Bundestag.

13.01.2022, Berlin: Volker Wissing (FDP), Bundesminister für Verkehr und Digitales, spricht während der dreitägigen Debatte über die Politik der Ampel-Koalition im Bundestag.

Berlin. Der für Digitales zuständige Bundesminister Volker Wissing (FDP) will dafür sorgen, dass der Ausbau von Festnetz-Internet deutlich schneller vorankommt als bisher. Bis Ende 2025 soll bei mindestens der Hälfte der Haushalte und Unternehmen in Deutschland Glasfaser bis in die Wohnungen verfügbar sein, wie aus einem am Donnerstag veröffentlichten Strategiepapier des Ministeriums hervorgeht. Das sei ein ambitioniertes Vorhaben, sagte Wissing.

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Zum Jahresbeginn lag der Glasfaser-Anteil nur etwa bei einem Fünftel, wie aus einem Bericht der Bundesnetzagentur hervorgeht - als versorgt galten 8,9 Millionen Haushalte, von denen allerdings nicht einmal ein Drittel das Glasfaser nutzte und entsprechende Verträge hatte - der Rest verzichtete darauf. In der Internetbranche spricht man von „FTTH“, also „Fiber to the Home“. Solche Anschlüsse ermöglichen eine sehr schnelle und stabile Übertragung.

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Das Strategiepapier zeigt Wege auf, wie der Gigabit-Ausbau beschleunigt werden kann. „Wir bauchen schnelle unbürokratische Lösungen“, sagte der Bundesminister. Ein Kernpunkt ist die Verkürzung von Genehmigungsverfahren, die nach Auffassung der Internetbranche bisher viel zu lange dauern. Die Verfahren sollen dem Papier zufolge vereinfacht und digitalisiert werden - Papierkram soll der Vergangenheit angehören. Zudem stellt das Bundesministerium zur Debatte, ob es nicht möglich sein soll, dass Telekommunikationsfirmen schon vor der Baugenehmigung loslegen können.

Damit greift das Ministerium eine Forderung aus der Branche auf. Die Logik dahinter: Am Ende der langwierigen Genehmigungsverfahren bekommen die Internetfirmen in den allermeisten Fällen ohnehin grünes Licht - die lange Wartezeit hätte man sich also schenken können.

RND/dpa

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