Dieses AfD-Spitzenduo ist Jörg Meuthens Niederlage

Attacke aus dem Süden: Bayerns AfD fordert, dass Profiteure illegaler Spenden mögliche Strafzahlungen aus eigener Tasche berappen. Das könnte Parteichef Jörg Meuthen und Fraktionschefin Alice Weidel betreffen.

Attacke aus dem Süden: Bayerns AfD fordert, dass Profiteure illegaler Spenden mögliche Strafzahlungen aus eigener Tasche berappen. Das könnte Parteichef Jörg Meuthen und Fraktionschefin Alice Weidel betreffen.

Berlin. Alice Weidel und Tino Chrupalla haben mit deutlichem Abstand die Mitgliederumfrage für das AfD-Spitzenduo zur Bundestagswahl gewonnen. Der Sieg ist auch in dieser Höhe zu erwarten gewesen: Ihre Herausforderer Joana Cotar und Joachim Wundrak sind an der Parteibasis fast unbekannt. Sie haben das Mögliche geholt. Eine bittere Niederlage ist diese Wahl für einen, der gar nicht angetreten ist: Co-Parteichef Jörg Meuthen.

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Meuthen hat mit allen Mitteln versucht, dieses Spitzenduo zu verhindern - und sich am Ende selbst beschädigt, als er sich offen hinter die Außenseiter und gegen seinen Co-Chef Chrupalla stellte.

Das Meuthen-Lager hat keine Köpfe

Die AfD-Basis hat anscheinend zum überwiegenden Teil kein Problem damit, für ein Duo zu stimmen, das vom radikalen Parteiflügel unterstützt wird. Das Ergebnis zeigt: Das Meuthen-Lager hat außer dem Parteichef keine Köpfe mehr, die bei der Basis ziehen. Chrupalla und Weidel können das Ergebnis nun als „Ende der innerparteilichen Richtungsdebatte“ werten.

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Der Rechtspartei stehen dennoch unruhige Zeiten bevor, im Wahlkampf und danach: Weidels Spendenaffären sind noch nicht ausgestanden, sie könnten der Spitzenkandidatin schaden, warnten ihre innerparteilichen Gegner zu Recht.

Die AfD ist kenntlich geworden

Ob der beschädigte Meuthen überhaupt noch zur turnusmäßigen Vorstandswahl im November als Parteichef antritt, lässt er offen. Einige seiner Unterstützer reden intern von Parteispaltung – und bleiben dennoch aus Angst vor Statusverlust in der AfD.

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Das Duo Chrupalla/Weidel verkörpert die AfD des Jahres 2021: scharf und ohne jede Abgrenzung nach rechts außen. Mit dem „Ende der Richtungsdebatte“ hat das neue Spitzenteam recht: Die AfD ist mit ihnen endgültig kenntlich geworden.

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