Innenministerin Faeser mit Deutschland zufrieden

Diese Länder haben die meisten Geflüchteten aus der Ukraine aufgenommen

Flüchtlinge aus der Ukraine (Symbolfoto)

Flüchtlinge aus der Ukraine (Symbolfoto)

Luxemburg. Polen hat im EU-Vergleich im August die meisten geflüchteten Ukrainer aufgenommen. In dem Land fanden 67.280 Menschen aus der Ukraine Schutz, die vor dem Angriffskrieg Russlands geflohen waren, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Freitag mitteilte. Nach Deutschland kamen den Angaben zufolge im August 62.140 Menschen aus der Ukraine. Dahinter liegen Rumänien mit 9715, Frankreich mit 6410 und Spanien mit 6165 Schutzsuchenden.

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Im Vergleich zum Vormonat Juli stieg die Zahl der Geflüchteten aus der Ukraine in Polen um 9990 Menschen, wie es weiter hieß. Auch nach Frankreich (plus 2585) und Rumänien (plus 2320) kamen demnach mehr Geflüchtete. Vergleichszahlen aus Deutschland lagen dem Statistikamt nicht vor.

Merz entschuldigt sich für „Sozialtourismus“-Vorwurf

Am Montagabend hatte CDU-Chef Friedrich Merz bei Bild-TV ukrainischen Flüchtlingen „Sozialtourismus“ vorgeworfen.

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In mehr als der Hälfte der erfassten Länder Zahl gesunken

Aus Tschechien lagen dem Statistikamt den Angaben nach für Juli und August keine Zahlen vor. Dem Innenministerium in Prag zufolge erhielten im August jedoch mehr als 19.900 Ukrainer vorübergehend Schutz in dem Land.

In zwölf der 22 EU-Staaten, von denen dem Statistikamt entsprechende Zahlen vorliegen, sank die Zahl der vorübergehend Schutzsuchenden aus der Ukraine. Den stärksten Rückgang verzeichnete demnach Bulgarien. Im Vergleich zum Vormonat kamen im August 1985 weniger Ukrainerinnen und Ukrainer in das Land. In Irland waren es 1690 Menschen weniger, in Ungarn 1240.

„Wir haben diese Riesenaufgabe bisher gut bewältigt, deutlich besser als bei früheren Fluchtbewegungen.“

Bundesinnenministerin Nancy Faeser

Ukrainer verlassen Polen

Nach Angaben der polnischen Regierung lebten im September rund 1,3 Millionen Geflüchtete aus der Ukraine in Polen. Im Juni sprach Regierungschef Mateusz Morawiecki noch von mehr als zwei Millionen Menschen, die in dem Land Schutz gefunden hätten.

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In letzter Zeit gingen jedoch mehr Menschen zurück in die Ukraine und verließen Polen wieder, sagte Vize-Innenminister Pawel Szefernaker im September. Gleichzeitig beobachteten die Behörden eine Binnenmigration der Ukrainer innerhalb Polens. Polen und die Ukraine verbindet eine mehr als 500 Kilometer lange Grenze.

In Deutschland über eine Millionen Geflüchtete registriert

In Deutschland sind inzwischen mehr als eine Million geflüchtete Menschen aus der Ukraine erfasst worden. Bundesinnenministerin Nancy Faeser nannte dem Nachrichtenportal T-Online die Zahl 1.002.763. „Wir haben das Leben vieler Frauen und Kinder aus der Ukraine gerettet“, sagte die SPD-Politikerin nach einer Meldung vom Freitag. „Wir haben diese Riesenaufgabe bisher gut bewältigt, deutlich besser als bei früheren Fluchtbewegungen.“

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Faeser sprach von einem humanitären Kraftakt. „Je länger der Krieg dauert, desto schwieriger ist es, so viele Geflüchtete gut unterzubringen und zu versorgen“, sagte die Ministerin. Sie hat für kommenden Dienstag Vertreter von Kommunen und Ländern eingeladen, um die Flüchtlingshilfe zu koordinieren.

Bei der Zahl der hier lebenden Ukrainerinnen und Ukrainer gibt es Unsicherheiten. So ist unklar, wie viele der seit Kriegsbeginn nach Deutschland Eingereisten die Bundesrepublik wieder verlassen haben.

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Faeser besorgt über Entwicklung am Mittelmeer

Beunruhigt zeigte sich Faeser darüber, dass auch über das Mittelmeer und die Balkanroute wieder mehr Menschen nach Europa kommen. „Das macht mir Sorge“, sagte sie. „Deshalb steuern wir mit einem Bündel an Maßnahmen gegen.“

Schon im Mai seien die Grenzkontrollen zu Österreich verlängert worden. An der Grenze zu Tschechien kontrolliere die Bundespolizei verstärkt per Schleierfahndung. Österreich und Tschechien kontrollierten ihre Grenzen ebenfalls stärker. „Wir sind gemeinsam in der Verantwortung, illegale Einreisen zu stoppen, damit wir weiter den Menschen helfen können, die dringend unsere Unterstützung brauchen“, sagte die Ministerin.

RND/dpa

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