Bolivien: Konservative erklären Wahlniederlage

Luis Arce (l), Präsidentschaftskandidat der Partei Movement Towards Socialism (MAS), spricht während einer Pressekonferenz nach den Parlamentswahlen.

Luis Arce (l), Präsidentschaftskandidat der Partei Movement Towards Socialism (MAS), spricht während einer Pressekonferenz nach den Parlamentswahlen.

La Paz. Nach der Präsidentschaftswahl in Bolivien rechnet der konservative Kandidat Carlos Mesa nicht mehr mit einem Wahlsieg. Der frühere Präsident gestand seine Niederlage ein. Zuvor hatte die Übergangspräsidentin und Erzrivalin des früheren sozialistischen Präsidenten Evo Morales, Jeanine Áñez, die Rückkehr der Linken an die Macht eingestanden.

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Offizielle Ergebnisse der Wahl am Sonntag gab es am Montag noch nicht, doch in zwei unabhängigen Erhebungen der Katholischen Kirche und von Menschenrechtsgruppen zeichnete sich ab, dass Morales' Kandidat Luis Arce mehr als 50 Prozent der Stimmen und einen Vorsprung von mehr als 20 Prozentpunkten hatte - deutlich mehr, als nötig ist, um eine Stichwahl zu verhindern.

Offiziell erst rund 40 Prozent der Stimmen ausgezählt

Bis zur Verkündung der offiziellen Ergebnisse kann es mehrere Tage dauern. Offiziell waren am Montag etwa 40 Prozent der Stimmen ausgezählt. Demnach hatte Arce mehr als 45 Prozent der Stimmen und Mesa etwa 35 Prozent. Die Teilergebnisse schienen tendenziell aus urbanen Gegenden zu kommen. Unterstützung für Arce, Morales und die MAS-Partei kommt vor allem aus ländlichen Gegenden.

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Morales hatte Arce schon in der Nacht zu Montag zum Wahlsieger erklärt. Arce rief das tief gespaltene Land zur Ruhe auf und teilte mit, er würde mit seiner Partei Bewegung zum Sozialismus (MAS) danach streben, eine Regierung der Einheit zu bilden. Áñez bat Arce, „mit Bolivien und der Demokratie im Sinn zu regieren“.

RND/AP

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