„Es gab keinen Zweifel“

Biden kritisiert ukrainischen Präsidenten: Selenskyj wollte Warnungen vor Russlands Überfall nicht hören

Joe Biden, Präsident der USA (Archivbild)

Joe Biden, Präsident der USA (Archivbild)

Los Angeles. US-Präsident Joe Biden hat die Reaktion seines ukrainischen Kollegen Wolodymyr Selenskyj auf Warnungen der USA vor der russischen Invasion kritisiert. Selenskyj habe nicht hören wollen, als US-Geheimdienste Informationen über die Angriffsvorbereitungen Russlands zusammentrugen, sagte Biden bei einer Fundraiser-Veranstaltung am Freitagabend in Los Angeles.

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Die Daten hätten jedoch gezeigt, dass Russland die Grenze überschreiten wolle. „Es gab keinen Zweifel“, sagte Biden. „Und Selenskyj wollte es nicht hören.“ Allerdings hätten damals auch viele andere geglaubt, dass er, Biden, übertreibe.

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Russland behauptet, es sei auf einer Mission zur „Befreiung“ des Donbass, der seit 2014 teilweise von separatistischen kontrolliert wird.

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Kiew reagiert verstimmt

Die politische Führung in Kiew hat verstimmt auf die Äußerungen reagiert. „Die Phrase „wollte nicht hören“ bedarf sicherlich einer Erläuterung“, sagte am Samstag der ukrainische Präsidentensprecher Serhij Nykyforow.

Selenskyj habe die internationalen Partner immer wieder dazu aufgerufen, präventiv Sanktionen zu verhängen, um Russland zu einem Abzug der damals bereits in der Grenzregion zur Ukraine stationierten Truppen zu zwingen, sagte Nykyforow der Onlinezeitung Liga.net. „Und hier kann man schon sagen, dass unsere Partner „uns nicht hören wollten““, sagte er.

Selenskyj in der Kritik

Selenskyj hat zwar nach Kriegsbeginn an Ansehen gewonnen, doch wird ihm vorgeworfen, die Ukraine nicht ausreichend auf einen russischen Überfall vorbereitet zu haben. Er hatte in den Wochen vor Beginn der russischen Invasion am 24. Februar gereizt auf die wiederholten Warnungen der USA vor einem Militärangriff reagiert, unter anderem weil er fürchtete, dass das Szenario eines drohenden Krieges der ukrainischen Wirtschaft schaden könnte.

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RND/AP

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