Wegen extremer Wetterereignisse

Bevölkerungsschützer: Bestimmte Flächen in Deutschland nicht mehr besiedelbar

Die Aufräumarbeiten im Ahrtal haben mit vielen freiwilligen Helfern große Fortschritte gemacht, doch der Wiederaufbau wird trotzdem Jahre dauern.

Die Aufräumarbeiten im Ahrtal haben mit vielen freiwilligen Helfern große Fortschritte gemacht, doch der Wiederaufbau wird trotzdem Jahre dauern.

Berlin. Der Präsident des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Ralph Tiesler, hält bestimmte Flächen in Deutschland wegen extremer Wetterereignisse nicht mehr für besiedelbar.

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„Als Bevölkerungsschützer sage ich, dass manche Flächen aufgrund des Klimawandels und der akuten Bedrohung durch Unwetterkatastrophen und Flutkatastrophen nicht wiederbesiedelt werden sollten. Auch an den Küsten stellt sich diese Frage“, sagte Tiesler vor dem Hintergrund der sich jährenden Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwoch). „Und es gibt keinen Ort oder Landstrich in Deutschland, bei dem wir nicht genau hingucken müssen“, machte Tiesler deutlich.

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„Krisen werden immer häufiger“

„Fest steht, dass wir in immer unsicheren Zeiten leben. Krisen werden immer häufiger. Corona fesselt uns nun schon mehrere Jahre, der Klimawandel wird in Zukunft noch weitere Herausforderungen an uns stellen und in der Ukraine herrscht Krieg“, stellte der oberste Zivilschützer fest. Tiesler plädierte für ein neues Krisenbewusstsein in der Bevölkerung. „Der Krisenmodus muss jetzt zum allgemeinen Bewusstsein dazugehören, wir müssen lernen, dass die Krise zum Alltag gehört“, sagte Tiesler.

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Bei der Flutkatastrophe vor einem Jahr kamen in Rheinland-Pfalz mindestens 135 und in Nordrhein-Westfalen 49 Menschen ums Leben. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) will sich am Mittwoch in Berlin anlässlich des Jahrestages zusammen mit Tiesler und dem Präsidenten der Technischen Hilfswerks, Gerd Friedsam, zum Bevölkerungsschutz äußern.

RND/dpa

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