Bestätigt: Renten sollen 2022 deutlich steigen

Die rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland können sich auf eine deutliche Erhöhung ihrer Bezüge einstellen.

Die rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland können sich auf eine deutliche Erhöhung ihrer Bezüge einstellen.

Berlin. Die Vorsitzende des Bundesvorstands der Rentenversicherung, Anja Piel, hat Berichte bestätigt, wonach die Renten im kommenden Jahr deutlich steigen sollen. Sie sagte am Mittwoch vor Journalisten auf einer Videokonferenz der Rentenversicherung in Berlin: „Die genauen Daten werden aber erst im März per Schätzung festgelegt.“ Derzeit könne man nur „Tendenzaussagen“ machen. Das DGB-Vorstandsmitglied wechselt sich mit der Arbeitgeberseite im Vorsitz der Rentenversicherung ab.

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Für das kommende Jahr wird für die rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner mit einer deutlichen Erhöhung der Altersbezüge um 5,2 Prozent im Westen und 5,9 Prozent im Osten Deutschlands gerechnet. Das geht aus Schätzungen im aktuellen Rentenversicherungsbericht hervor, die dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegen.

Piel verteidigte den großen Sprung nach oben. Man dürfe Menschen, die nicht mehr im Beruf sind, nicht vom Wohlstand in Deutschland abkoppeln. Dass das Rentenniveau nach der Corona-Krise zunächst steige, sei zu erwarten gewesen, sagte sie. Auf viele solcher Erhöhungen folgten aber auch wieder Nullrunden. Das sähen die Regulierungsmechanismen der Rentenkassen so vor und das sei auch in der Vergangenheit schon der Fall gewesen: „Die Rentenhöhe steigt dadurch insgesamt, aber immer in einer Wellenbewegung“, erklärte Piel.

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Ab 2024 sollen Rentenerhöhungen geringer ausfallen

Auch für das Jahr 2023 wird dem Rentenversicherungsbericht zufolge noch eine Rentenerhöhung von knapp fünf Prozent im Westen und knapp sechs Prozent im Osten Deutschlands vorausgesagt. Ab dem Jahr 2024 sollen die Rentenanpassungen dann deutlich geringer ausfallen.

Der Sozialverband VdK begrüßte die erste offizielle Schätzung für eine deutliche Rentenerhöhung im Jahr 2022. VdK-Präsidentin Verena Bentele bezeichnete sie als „überfällig“ und erklärte, Rentnerinnen und Rentner hätten erhebliche Kaufkraftverluste hinnehmen müssen. Vor allem die Strom- und Gaspreise, aber auch die Ausgaben für Lebensmittel seien stark gestiegen.

RND/epd

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