Widerstand aus Brandenburg

Nachfolgelösung für 9‑Euro-Ticket in Berlin droht zu scheitern

Auf dem Display eines BVG-Automaten wird die Option „9‑Euro-Ticket" angeboten (Archivfoto).

Auf dem Display eines BVG-Automaten wird die Option „9‑Euro-Ticket" angeboten (Archivfoto).

Berlin. Die Pläne, am Donnerstag eine Berliner Nachfolgeregelung für das 9‑Euro-Ticket auf den Weg zu bringen, drohen einem Medienbericht zufolge zu scheitern. Gegen die Durchführung der notwendigen Aufsichtsrats­sitzung des Verkehrs­verbunds Berlin-Brandenburg (VBB) legte der Landrat von Märkisch-Oderland, Gernot Schmidt (SPD), nach Informationen des „Tagesspiegels“ förmlich Einspruch ein. Er bezweifele die Dringlichkeit der Sitzung. Hintergrund sei offenbar, dass die Beschluss­vorlage erst am Nachmittag von der VBB-Aufsichtsrats­vorsitzenden und Berliner Mobilitäts­staatssekretärin Meike Niedbal verschickt wurde, berichtet die Zeitung.

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In Brandenburg hatte es zuvor bereits Kritik an einem länder­übergreifenden Ticket gegeben. Die Alternative könnte ein Ticket sein, das für die Übergangs­zeit von drei Monaten nur in Berlin gilt, bis das von der Bundes­regierung angekündigte bundesweite Nachfolgeticket zu haben ist. Schmidt sagte auf Anfrage des „Tagesspiegels“ lediglich, er äußere sich nicht zu Interna des VBB-Aufsichtsrates.

„Donnerstag ist der Tag, an dem die Entscheidung fallen muss“

Der Eilbeschluss wäre nötig, um den von Berlins Regierender Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) angekündigten Zeitplan einzuhalten, das neue Berliner Ticket – Berichten zufolge soll es 29 Euro kosten – zum 1. Oktober 2022 einzuführen. „Donnerstag ist der Tag, an dem die Entscheidung darüber fallen muss“, hatte Giffey bereits am Dienstag gesagt. Das sei nicht zuletzt für die Berliner Verkehrs­betriebe (BVG) und die S-Bahn wichtig, damit das neue Ticket am 1. Oktober angeboten werden könne. „Denn unsere Verkehrs­betriebe brauchen Vorbereitungszeit.“

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Zu Details wie dem Preis oder dem Geltungsbereich machte Giffey keine Angaben. Die Beratungen seien interne Gespräche gewesen, deren Gelingen davon abhänge, dass das Thema zunächst mit den Partnern ausdiskutiert werde.

RND/seb/dpa

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