Präsident spricht von "Verrätern"

Berichte aus der Ukraine: Selenskyj degradiert offenbar Geheimdienstgeneräle

Dieses vom Pressebüro des ukrainischen Präsidenten zur Verfügung gestellte Videostandbild zeigt Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, während einer Ansprache in dieser Woche (Archivbild).

Dieses vom Pressebüro des ukrainischen Präsidenten zur Verfügung gestellte Videostandbild zeigt Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, während einer Ansprache in dieser Woche (Archivbild).

Kiew. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat offenbar zwei ukrainische Generäle degradiert. Der ehemalige Leiter der Abteilung für innere Sicherheit beim Inlandsgeheimdienst SBU, Andriy Naumov, sowie der SBU-Chef für die Region Cherson, Sergej Kryvoruchko, sind demnach entlassen worden. Das berichtet das ukrainische Portal TSN und zitiert aus der Ansprache Selenskyjs vom Donnerstag.

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„Jetzt habe ich keine Zeit, mich mit allen Verrätern zu befassen. Aber nach und nach werden sie alle bestraft“, sagte der ukrainische Präsident demnach in seiner Videoansprache. Selenskyj betonte, dass diejenigen, die den militärischen Eid verletzten, ihre Dienstgrade aberkannt bekämen.

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Nähere Angaben machte zunächst er nicht. Naumow war bereits im vorigen Sommer als Geheimdienstchef abgesetzt worden und hat sich angeblich vor Kriegsbeginn ins Ausland abgesetzt. Er soll Medien zufolge in Schmuggel und Korruption beim Zoll verwickelt sein.

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Auch Putin entlässt offenbar Berater – USA sprechen von Isolation

Der russische Präsident Wladimir Putin soll ebenso eigene Mitarbeiter entlassen haben. Nach Einschätzung der US-Regierung entband er womöglich einige seiner Berater von ihren Aufgaben und isoliert sich selbst. „Es gibt Anzeichen dafür, dass er einige seiner Berater entlassen oder unter Hausarrest gestellt hat“, sagte US-Präsident Joe Biden im Weißen Haus.

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Die Kämpfe in der Ukraine gehen derweil ungeachtet der von Russland angekündigten militärischen Deeskalation in der sechsten Woche mit unverminderter Härte weiter. Die Verteidiger melden dabei Erfolge: Russische Einheiten hätten an keiner Stelle Geländegewinne verzeichnen können. Mehrere Siedlungen im südukrainischen Gebiet Cherson seien sogar zurückerobert worden.

Lage im Süden und im Donbass „bleibt äußerst schwierig“

Auch die Lage in der Hauptstadt Kiew soll sich etwas entspannt haben. Die östliche Großstadt Charkiw werde weiter beschossen, ein Durchbruchsversuch nahe Isjum sei aber gescheitert. Ein russischer Vorstoß im südlichen Gebiet Mykolajiw sei erfolglos gewesen. Im Norden hätten sich einige russische Einheiten zurückgezogen. Die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden.

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj räumte allerdings auch Probleme an anderen Fronten des Krieges ein. „Die Situation im Süden und im Donbass bleibt äußerst schwierig“, sagte der Staatschef. Russland will nach Ansicht des ukrainischen Generalstabs die militärische Präsenz in der Ost- und Südukraine aufrechterhalten.

Es gebe Versuche, eine Verwaltung in den besetzten Regionen der Gebiete Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson aufzubauen, teilte der Generalstab in der Nacht mit. Im Zuge dessen werde damit gerechnet, dass es dort weiterhin zu Kampfhandlungen kommen werde. Russland hatte mitgeteilt, das Gebiet Cherson vollständig erobert zu haben.

RND/alx mit dpa

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