Bericht: Verteidigungsministerium will gegen „Gorch-Fock“-Werft klagen

Wegen der Kostenexplosion bei der Sanierung des Marineschulschiffs „Gorch Fock“ will das Verteidigungsministerium dem „Spiegel“ zufolge Schadenersatz einklagen.

Wegen der Kostenexplosion bei der Sanierung des Marineschulschiffs „Gorch Fock“ will das Verteidigungsministerium dem „Spiegel“ zufolge Schadenersatz einklagen.

Berlin. Wegen der Kostenexplosion bei der Sanierung des Marineschulschiffs „Gorch Fock“ will das Verteidigungsministerium dem „Spiegel“ zufolge Schadenersatz einklagen. Eine entsprechende Zivilklage gegen die früheren Chefs des Hauptauftragnehmers, der Elsflether Werft, werde vorbereitet.

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Hintergrund seien möglicherweise überhöhte Rechnungen, die die Werft als Generalunternehmer gegenüber dem Bund gestellt haben soll, berichtet das Nachrichtenmagazin. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück ermittelt bereits seit mehreren Jahren gegen Ex-Manager des Unternehmens. Sie sollen mehrere Millionen Euro in undurchsichtige Nebengeschäfte gesteckt haben.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums wollte sich zu dem Bericht am Donnerstag nicht äußern. Er betonte aber, dass das Ministerium in jedem Fall prüfe, ob Schadenersatz geltend gemacht werden kann, wenn der Bundesrepublik Deutschland ein Schaden entstanden sei. Die Beschuldigten wollten laut „Spiegel“ zu den Vorwürfen und einer möglichen Klage keine Stellung nehmen. Die Elsflether Werft hatte im Februar 2019 Insolvenz angemeldet.

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Die deutsche Marine bildet auf der mehr als 60 Jahre alten „Gorch Fock“ ihren Offiziersnachwuchs im Seemannshandwerk aus. Für die Generalüberholung des Dreimasters waren zunächst zehn Millionen Euro eingeplant gewesen, nach großen Steigerungen deckelte die frühere Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) die Ausgaben auf 135 Millionen Euro.

RND/dpa

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