Belarus will Soldaten nach Syrien schicken

Wie aus einem von der russischen Regierung am Montag veröffentlichten Vertragsentwurf hervorgeht, will Belarus sich militärisch im Nahen Osten engagieren.

Moskau. Belarus will sich militärisch im Nahen Osten engagieren. Bis zu 200 belarussische Soldaten sollten an der Seite russischer Truppen in Syrien „humanitäre Unterstützung“ für Menschen außerhalb von Kampfgebieten leisten, ging aus einem von der russischen Regierung am Montag veröffentlichten Vertragsentwurf hervor. Gesteuert werden solle der Einsatz vom russischen Militär. Der russische Ministerpräsident Michail Mischustin habe bereits zugestimmt. Der Vertrag müsse noch von den Außen- und Verteidigungsministern unterzeichnet werden.

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Russland hat 2015 in den syrischen Bürgerkrieg eingegriffen, wodurch die Regierung von Präsident Baschar al-Assad die Oberhand gewann. Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko ist nach massiven Protesten gegen seine nach Ansicht von Opposition und westlichen Staaten manipulierte Wiederwahl 2020 und wegen Sanktionen immer stärker auf russische Hilfe angewiesen

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Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja warf Lukaschenko vor, er verstoße mit der geplanten Truppenentsendung gegen die Verfassung und die Interessen seines Landes. „Lukaschenko bezahlt mit der belarussischen Souveränität für die Unterstützung, die er 2020 erhalten hat, um an der Macht zu bleiben“, sagte Tichanowskaja der Nachrichtenagentur AP.

RND/AP

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