Wohin mit dem Atommüll?

„Derzeit fühlt sich kaum jemand betroffen“: Bundesamt mahnt mehr Tempo bei Endlagersuche an

Gelbe Tonnen sind mit dem Radioaktiv-Zeichen versehen. Die Suche nach einem Standort für ein Atommüllendlager in Deutschland gerät dem zuständigen Bundesamtschef zufolge ins Stocken. (Symbolbild)

Gelbe Tonnen sind mit dem Radioaktiv-Zeichen versehen. Die Suche nach einem Standort für ein Atommüllendlager in Deutschland gerät dem zuständigen Bundesamtschef zufolge ins Stocken. (Symbolbild)

Berlin. Die Suche nach einem Standort für ein Atommüllendlager in Deutschland gerät dem zuständigen Bundesamtschef zufolge ins Stocken.

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„Es gibt aktuell eine Fortschrittslücke im Suchverfahren“, sagte der Präsident des Bundesamts für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE), Wolfram König, dem Nachrichtenportal „The Pioneer“ (Dienstag). Die Endlager-Suche hinke dem Zeitplan hinterher. Bis zum Jahr 2031 soll laut Gesetz die Entscheidung für einen Endlager-Standort gefallen sein, damit ab 2050 die Lagerung beginnen kann.

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Atommüll: 54 Prozent der Fläche in Deutschland für Endlager geeignet

Die zuständige Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) habe noch keinen Projektplan vorgelegt, bemängelte König. „Mein Amt kann daher derzeit nicht nachvollziehen, wie man in der Kürze der Zeit all die nächsten komplexen Schritte transparent durchführen will“, sagte der BASE-Präsident. Der Verzug erschwert König zufolge die angestrebte breite Bürgerbeteiligung bei der Endlagersuche.

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Die BGE hatte im September 2020 einen Zwischenbericht vorgelegt. Demnach sind 54 Prozent der Fläche Deutschlands für ein atomares Endlager geologisch geeignet. In der nächsten Phase sollten Bedingungen jenseits der Geologie wie Naturschutzgebiete, Bevölkerungs- und Besiedlungsdichte untersucht werden. „Dadurch, dass eine so große Fläche als denkbare Endlager-Gebiete benannt wurde, fühlt sich derzeit kaum jemand wirklich betroffen“, kritisierte König. Erst mit der Eingrenzung auf einzelne, konkrete Flächen wären zielgerichtete Informationen und umfangreiche Beteiligungsangebote für die verbleibenden Regionen möglich.

RND/dpa

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