Alice Weidel im ZDF-„Sommerinterview“

AfD positioniert sich zu Russlands Krieg in der Ukraine: Ein „völkerrechtswidriger Angriffskrieg“

ZDF-Moderatorin Shakuntala Banerjee (l) spricht beim «Berlin-Direkt» ZDF-Sommerinterview mit der AfD-Bundessprecherin und Vorsitzenden der AfD-Bundestagsfraktion, Alice Weidel.

ZDF-Moderatorin Shakuntala Banerjee (l) spricht beim «Berlin-Direkt» ZDF-Sommerinterview mit der AfD-Bundessprecherin und Vorsitzenden der AfD-Bundestagsfraktion, Alice Weidel.

Berlin. Der Einmarsch Russlands in die Ukraine ist für AfD-Chefin Alice Weidel „ein handfester, völkerrechtswidriger Krieg“. Das sagte sie am Sonntag im ZDF-„Sommerinterview“. „Und wenn etwas anderweitiges geäußert wird, dann ist das nicht Fraktions- oder Parteilinie in dieser Frage“.

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Die AfD lehnt die Sanktionen gegen Russland ab. Innerhalb der Partei wurde über die richtige Reaktion auf den Angriff Russlands heftig diskutiert. „Erstmal ist das in unserer Partei und auch in der Fraktion völlig unstrittig, dass es sich hierbei um einen völlig völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine handelt“, sagte Weidel.

Auf Fragen zu russlandfreundlichen Wortmeldungen aus ihrer Partei sagte Weidel: „Natürlich gibt es Konsequenzen. Aber das klären wir intern.“

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Weidel erklärte, die „geschichtliche Einbettung“ des Kriegs sei wichtig. „Die Russen haben immer ganz klar und deutlich gemacht, dass sie keine gegnerische Macht in ihrem Hinterhof akzeptieren würden.“ Die Ukraine gelte seit Jahrzehnten als rote Linie. Es sei ein Fehler, damit so leichtfertig umgegangen zu sein und die Ukraine nicht als neutralen Staat betrachtet zu haben. „Das ist der Fehler, den der Westen sich ankreiden lassen muss.“

Ablehnung von Homosexualität auch jenseits der AfD

Aus Sicht von Weidel ist die Ablehnung von Homosexualität kein Problem speziell ihrer Partei. „Wissen Sie, diese Äußerungen, die haben Sie auch in anderen Parteien, die haben Sie überall“, sagte Weidel am Sonntag im ZDF-„Sommerinterview“. Sie war zuvor nach feindseligen und verächtlichen Äußerungen aus den Reihen der AfD zu Demonstrationen für die Rechte unter anderem von Schwulen und Lesben gefragt worden.

Weidel sieht Ablehnung von Homosexualität nicht als spezielles Problem der AfD an

Weidel war nach feindseligen und verächtlichen Äußerungen aus den Reihen der AfD zu Demonstrationen für die Rechte homosexueller Menschen gefragt worden.

Fragen zu dem Thema wollte Weidel, die selbst lesbisch ist, persönlich verstanden wissen. „Zur Homosexualität, sagen Sie‘s gleich, Sie spielen auf mein Privatleben an, da können Sie mir auch die Frage direkt stellen“, sagte sie - worauf ihre Interviewerin betonte, sie interessiere sich für Weidels Umgang mit der Sache als Parteichefin.

Dass es im Extrem „nur wenig Akzeptanz und auch Verständnis“ für homosexuelle Paare gebe, sei zwar der Fall, sagte Weidel. „Das haben Sie aber überall, damit muss man auch irgendwie ein bisschen lockerer umgehen.“ Das sei einfach so. „Wissen Sie, ich kann damit umgehen. Das ist mir auch verhältnismäßig egal.“ Es sei klar, dass sie selbst „eine deutlich liberalere Sicht“ habe.

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RND/dpa

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