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AfD für Anerkennung der Taliban-Regierung - damit wieder nach Afghanistan abgeschoben werden kann

Tino Chrupalla, AfD-Bundessprecher und AfD-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl 2021

Tino Chrupalla, AfD-Bundessprecher und AfD-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl 2021

Berlin. Der AfD-Vorsitzende Tino Chrupalla hat sich dafür ausgesprochen, die neue Taliban-Regierung in Afghanistan anzuerkennen und die deutsche Botschaft in Kabul wieder zu öffnen. „Die neue Bundesregierung muss so schnell wie möglich die afghanische Regierung anerkennen, damit wir ausreisepflichtige Zuwanderer nach Afghanistan abschieben können“, sagte Chrupalla am Donnerstag. Diplomatische Beziehungen dürften „nicht davon abhängig gemacht werden, ob man die Weltanschauung eines Landes teilt“.

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Maas will Taliban-Regierung „im Moment“ nicht anerkennen

Der Nachfolger von Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) dürfe dessen „Fehler nicht wiederholen und muss eine souveräne Außenpolitik betreiben“, sagte Chrupalla, der gemeinsam mit der Vorsitzenden der AfD-Bundestagsfraktion das Spitzenteam seiner Partei für die Bundestagswahl bildet. Die deutsche Botschaft in Kabul dürfe keinesfalls sieben Jahre lang unbesetzt bleiben wie die Botschaft in Libyen.

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Die militant-islamistischen Taliban hatten am Dienstag 33 Regierungsmitglieder vorgestellt, darunter keine einzige Frau und niemand aus einer anderen politischen Gruppierung. Maas sagte am Mittwoch zu einer möglichen Anerkennung der Taliban-Übergangsregierung: „Um die wird es nicht gehen, die sehe ich auch nicht im Moment.“ Maas war am Donnerstag nach Tripolis gereist, um die deutsche Vertretung in der libyschen Hauptstadt zu eröffnen.

Die deutschen Diplomaten hatten das nordafrikanische Land vor sieben Jahren wegen des Bürgerkriegs verlassen.

RND/dpa

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