„Diese Politik ist reif fürs Irrenhaus“

AfD-Chef Chrupalla kritisiert Nord-Stream-2-Stopp

Tino Chrupalla, AfD-Parteivorsitzender, nimmt an einer Pressekonferenz teil.

Tino Chrupalla, AfD-Parteivorsitzender, nimmt an einer Pressekonferenz teil.

Der Bundessprecher der AfD, Tino Chrupalla, kritisiert den Stopp der russischen Gaspipeline Nord Stream 2. Die sei „auf Weisung der Amerikaner stillgelegt“ worden, so Chrupalla bei dem Brandenburger AfD-Landesparteitags am Samstag. Gleichzeitig merkte der AfD-Sprecher an: „Diese Politik ist reif fürs Irrenhaus.“ Wie die „Märkische Allgemeine“ berichtet, soll Chrupalla es vermieden haben, Russland als Angreifer im Krieg in der Ukraine zu benennen. Von den jüngsten Berichten mutmaßlicher russischer Kriegsverbrechen in Butscha, Borodjanka oder Makariw sei keine Rede gewesen.

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Chrupalla forderte, alle Lieferverträge für russische Energie einzuhalten. Sanktionen schadeten Deutschland. Er zitierte den nationalistischen ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán sinngemäß mit den Worten: „Kein Deutscher soll zwischen einen ukrainischen Amboss und einen russischen Hammer geraten.“ Die AfD sei „die Partei des Friedens“. Mit einem Bundeskanzler Friedrich Merz, so mutmaßte Chrupalla, befände man sich „jetzt schon im Dritten Weltkrieg“, so die „Märkische Allgemeine“.

Die Bundesregierung hatte die Zertifizierung der Pipeline von Russland nach Deutschland wegen einer drohenden Eskalation des Konflikts in der Ukraine am 22. Februar ausgesetzt. Kurz darauf begann Russland einen Angriffskrieg in der Ukraine. In dieser Woche einigten sich die EU-Staaten auf ein Embargo russischer Kohle ab August. Ein Importstopp für russisches Gas wird aktuell zwar debattiert, von der Bundesregierung und einigen EU-Mitgliedern allerdings abgelehnt.

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RND/hyd

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