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Katastrophe während Halloween-Feiern

158 Menschen gestorben: Südkoreas Parlament will Massenpanik in Seoul untersuchen

Tausende Menschen nehmen an einer Kerzenlichtmahnwache für die Opfer der Massenpanik an Halloween teil.

Tausende Menschen nehmen an einer Kerzenlichtmahnwache für die Opfer der Massenpanik an Halloween teil.

Seoul. Das Parlament in Südkorea will sich mit den Ursachen der tödlichen Massenpanik während Halloween-Feiern in Seoul vor fast vier Wochen befassen. Bei der Katastrophe in dem Vergnügungsviertel Itaewon der Hauptstadt kamen Ende Oktober 158 Menschen ums Leben. Wie südkoreanische Sender am Mittwoch berichteten, gab die regierende Partei Macht des Volkes (PPP) ihren anfänglichen Widerstand gegen eine parlamentarische Untersuchung auf. Die Bedingung sei, dass die Nationalversammlung zunächst den Haushaltsplan für das nächste Jahr verabschiede.

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Massenpanik in Seoul: Fragen zu Sicherheitsvorkehrungen

Den Vereinbarungen zufolge soll nun eine 18-köpfige Untersuchungskommission gebildet werden, die die Arbeit möglichst in dieser Woche aufnehmen soll. Das Gremium soll sich aus neun Abgeordneten der Demokratischen Partei, die die größte Oppositionsgruppe bildet, sowie sieben von der PPP und zwei weiteren Mandatsträgern zusammensetzen. Strittig bleibe die Frage, ob der Lagebesprechungsraum im Präsidialamt ebenfalls Ziel der Untersuchungen werde, berichtete der öffentlich-rechtliche Sender KBS.

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Tödliche Massenpanik in Seoul versetzt Südkorea in tiefe Trauer
31.10.2022, Südkorea, Seoul: Eine Frau stellt eine Kerze zum Gedenken an die Opfer eines tödlichen Unfalls nach den Halloween-Feierlichkeiten am 29.10.2022 auf die Straße in der Nähe des Unfallorts. Nach der Massenpanik mit mehr als 150 Toten sind die Ermittlungen zu der Katastrophe in vollem Gang. Foto: Lee Jin-Man/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Offiziellen Angaben zufolge ist die Zahl der Menschen, die bei einem Gedränge in Seoul ums Leben gekommen sind, auf 156 gestiegen. Die Ermittlungen halten an.

Die Tragödie sorgte bei den Menschen des Landes für großes Entsetzen. Auch löste sie Fragen nach den Sicherheitsvorkehrungen aus. Am Dienstag hatten einige Opfer-Familien bei einer Pressekonferenz in Seoul der Regierung vorgeworfen, nicht genug getan zu haben, um die Katastrophe zu verhindern. Zu dem Unglück kam es, als Zehntausende Menschen dicht gedrängt zu unorganisierten Halloween-Partys zusammenkamen. Im Gedränge in einer schmalen Seitengasse stürzten zahlreiche Menschen zu Boden, erstickten, wurden zerquetscht oder totgetreten.

RND/dpa

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