36 Fälle

Schülerinnen sexuell missbraucht: Tanzlehrer zu Haftstrafe verurteilt

Das Land- und Amtsgerichtsgebäude in Mönchengladbach (Archivfoto).

Das Land- und Amtsgerichtsgebäude in Mönchengladbach (Archivfoto).

Mönchengladbach. Ein Tanzlehrer aus Viersen ist am Montag wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern in 36 Fällen zu zwei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt worden. Der Inhaber einer inzwischen geschlossenen Tanzschule wurde auch wegen sexuellen Missbrauchs von Jugendlichen in einem Fall sowie wegen Besitzes von Kinderpornografie schuldig gesprochen. Mit dem Urteil folgte das Amtsgericht Mönchengladbach dem Antrag der Staatsanwaltschaft.

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Der verheiratete Familienvater folgte der Urteilsverkündung scheinbar unbewegt und vermied – wie schon zum Auftakt in der Vorwoche – jeden Blickkontakt mit einer seiner Tanzschülerinnen und deren Eltern. Die heute 18-Jährige saß dem Angeklagten als Nebenklägerin gegenüber.

Angeklagter legte Geständnis ab

Die Anklage hatte dem Mann vorgeworfen, zwischen 2015 und 2020 vier Tanzschülerinnen im Alter zwischen 12 und 15 Jahren mehrfach sexuell missbraucht zu haben. Der Richter erklärte in Richtung des Angeklagten, er habe „das Vertrauen der Mädchen ausgenutzt“. Strafschärfend wertete er neben dem langen Tatzeitraum auch das erhebliche Maß an Taten.

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Zugunsten des 38-Jährigen wurde gewertet, dass er ein umfassendes Geständnis abgelegt und so den Opfern eine Aussage im Prozess erspart hatte. Mit Rücksicht auf die Opfer war unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt worden. Der Verteidiger hatte eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren gefordert. Der Tanzlehrer war im Juli 2020 festgenommen worden und nach knapp einem Jahr Untersuchungshaft wieder auf freien Fuß gekommen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

RND/dpa

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